DAX-FLASH 2: Neuerlicher Kursrutsch wegen Iran-Krieg - Druck lässt aber nun nach
Für die europäischen Anleger wird die Rückkehr aus dem Wochenende wegen des eher noch zugespitzten Iran-Kriegs zum bösen Erwachen. Zumindest scheint der Dax aber nicht ganz so massiv einzubrechen, wie noch am frühen Morgen befürchtet. Inzwischen taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex fast zwei Stunden vor dem Xetra-Start 2,3 Prozent noch tiefer auf 23.050 Punkte. In der hatte es am Tief von 22.705 Punkten noch nach einem Einbruch auf das tiefste Niveau seit Frühjahr vergangenen Jahres ausgesehen. Nun ist es nur noch ein Tief seit November.
Vor allem der rasende Anstieg der Energiepreise schockiert aber und schürt zunehmend die Inflations- und Wachstumssorgen. Der Iran hat einen neuen obersten Führer bestimmt, aber auch der Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei wird von Israel und den USA wieder bedroht. Ein schnelles Ende des Kriegs und eine Normalisierung der Ölproduktion in der Region scheinen nicht absehbar.
Die geopolitisch getriebene Flucht aus dem Risiko schreite fort, schrieb Mislav Matejka, Anlagestratege von JPMorgan. Er erinnerte jedoch daran, dass der Aktienmarkt sein Tief meist dann findet, wenn die Anlegerstimmung am schlechtesten ist. Matejka wäre entsprechend jedenfalls nicht überrascht, wenn der Kursrutsch in dieser oder der kommenden Woche endet./ag/zb
ISIN DE0008469008
AXC0056 2026-03-09/07:30