RBI als Kredit-Finanzierungsvehikel für Ukraine-Wiederaufbau / Kooperation für Investitionen in Energieinfrastruktur geschlossen - Österreich und Ukraine kooperieren auch beim Wasserstoff
--------------------------------------------------------------------- AKTUALISIERUNGS-HINWEIS Neu: Wasserstoffkooperation zwischen den Staaten (Utl., Abs. 1-4) ---------------------------------------------------------------------
Die Raiffeisen Bank International (RBI) baut abseits der Schwierigkeiten beim Russland-Engagement an Kooperationen in der von Russland angegriffenen Ukraine. So haben der dortige Wirtschaftsminister Oleksii Sobolev und der designierte RBI-CEO Michael Höllerer eine Kooperation zur landesweiten Zusammenarbeit der Raiffeisen-Ukrainetochter im Bereich Energieeffizienz und Energieresilienz mit ukrainischen Gemeinden vereinbart. Die Staaten selbst kooperieren im Wasserstoffsektor.
Der erste stellvertretende Ministerpräsident und Energieminister der Ukraine, Denys Schmyhal, und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) haben eine Kooperationsvereinbarung im Bereich erneuerbarer Wasserstoff unterzeichnet, berichtete die Nachrichtenagentur Ukrinform. Laut dem ukrainischen Energieministerium sieht das Dokument die Entwicklung der Wasserstoffproduktion, den Aufbau von Infrastruktur für Speicherung und Transport sowie die Gewinnung von Investitionen in diesem Sektor vor.
Die Parteien erörterten außerdem weitere bilaterale Abkommen, darunter die Produktion von Energieanlagen zur Unterstützung des Wiederaufbaus des ukrainischen Energiesystems. Schmyhal betonte, dass ukrainische und österreichische Unternehmen bereits in verschiedenen Energiesektoren eng zusammenarbeiten.
Der ukrainische Gastransportnetzbetreiber plant die Errichtung der ersten Wasserstoffanlage des Landes auf Basis eines seiner internationalen Verbindungsleitungen und plant den Ausbau der Infrastruktur in den Karpaten. Im Jänner 2025 unterzeichneten der ukrainische Fernleitungsnetzbetreiber Gas mit weiteren Organisationen eine Absichtserklärung zur Schaffung und Umsetzung des "Wasserstoffkorridors Ukraine-EU".
Privates Kapital für den Ukraine-Wiederaufbau
Bei der Kooperation der RBI in der Ukraine sollen unterdessen insbesondere österreichische staatliche Exportkreditinstrumente zur Unterstützung öffentlicher Infrastrukturprojekte in der Ukraine eingesetzt werden. Mit der gemeinsamen Erklärung bekräftigten das Ministerium und die österreichische Großbank ihre Absicht, die Energiesicherheit in den Gemeinden zu stärken, die Infrastruktur zu modernisieren und internationale Finanzmittel für die Erholung des ukrainischen Energiesektors zu gewinnen, hieß es am Freitag.
Höllerer betonte laut Ukrinform die Notwendigkeit, erhebliches privates Kapital für den Wiederaufbau der ukrainischen Energieinfrastruktur zu mobilisieren. Raiffeisen sei bereit, diesen Bemühungen nachzukommen und so die Energieversorgungssicherheit zu verbessern.
Wie berichtet, fand diese Woche in Kiew das 16. Treffen der Gemeinsamen Kommission für Handel und Wirtschaftsbeziehungen Ukraine-Österreich statt. Dort ging es insgesamt um Vereinbarungen zur Einbindung österreichischer Unternehmen und Finanzierungen in den Wiederaufbau der ukrainischen Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Vorm Krieg war Österreich der sechstgrößte ausländische Investor in der Ukraine. Auf der guten Reputation könne man aufbauen, hieß es vom österreichischen Regierungskoordinator für den Ukraine-Wiederaufbau, Wolfgang Anzengruber, am Dienstag vor der Abreise.
phs/tpo
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