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Drei Viertel der Deutschen fühlen sich von Weltlage bedroht

Rund drei Viertel der Deutschen fühlen sich durch die aktuelle politische Weltlage auch in Deutschland bedroht. 59 Prozent empfinden die Lage in der Welt für uns in Deutschland laut aktuellem ARD-"Deutschlandtrend" als bedrohlich, 18 Prozent sogar als sehr bedrohlich.

Das sind mit insgesamt 77 Prozent 23 Prozentpunkte mehr als Anfang Februar 2022, also vor Ausbruch des Ukraine-Krieges. Aktuell schätzen nur noch 21 Prozent die Lage in Deutschland als wenig oder überhaupt nicht bedrohlich ein. Dazu passt auch, dass drei Viertel der Befragten Sorge haben, dass der jüngst ausgebrochene Iran-Krieg auf noch mehr Länder übergreifen könnte.

Nur jeder Vierte befürwortet Angriffe auf den Iran

58 Prozent der Befragten stufen die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als nicht gerechtfertigt ein. Nur ein Viertel (25 Prozent) hält den Krieg für gerechtfertigt, 17 Prozent wissen es nicht oder machten keine Angabe. Die schwarz-rote Bundesregierung hat es bisher vermieden, sich eindeutig zur Frage zu positionieren, ob der Angriff auf den Iran mit dem Völkerrecht vereinbar ist.

Beim Einschreiten der USA in Venezuela zu Beginn des Jahres war die Ablehnung der Deutschland laut "Deutschlandtrend" stärker ausgeprägt als beim Iran: Diese Militäraktion hielten 72 Prozent der Deutschen für nicht gerechtfertigt.

Für den "Deutschlandtrend" befragte Infratest dimap 1.317 in Deutschland Wahlberechtigte ab 18 Jahren von Montag bis Mittwoch dieser Woche zufällig telefonisch und online. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ. Die Fehlertoleranz wird mit plus/minus zwei bis drei Prozentpunkten angegeben. Der tatsächliche Wert kann also in diesem Bereich liegen./swe/DP/jha

AXC0337 2026-03-05/18:07

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