dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 05.03.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP 3: DHL blickt wegen geopolitischer Unsicherheit
zurückhaltend auf 2026
BONN - Die DHL Group muss auch im laufenden Jahr auf
eine Erholung der Weltwirtschaft hoffen. Es gebe vor allem in der
Geopolitik sehr viele Variablen und Unsicherheiten, sagte
Konzernchef Tobias Meyer am Donnerstag laut Mitteilung. In der
Prognose sei keine Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfelds
einkalkuliert. Unter dieser Voraussetzung erwarten die Bonner vor
Zinsen und Steuern (Ebit) über 6,2 Milliarden Euro und damit im
schlechtesten Fall nur ein kleines Plus im Vergleich zu 2025. Die
vom Unternehmen befragten Analysten hatten im Schnitt knapp 6,4
Milliarden erwartet. Das kam an der Börse nicht gut an.
ROUNDUP 3/Schwacher Dollar und Generika: Merck erwartet
Gewinnrückgang
DARMSTADT - Der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern Merck
stellt sich wegen harter Konkurrenz und des schwachen US-Dollars auf
schwierige Zeiten ein. 2026 dürfte das operative Ergebnis
zurückgehen und der Umsatz bestenfalls das Vorjahresniveau
erreichen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Bereits 2025
bremsten negative Währungseffekte: Zwar verdiente Merck operativ
etwas mehr als im Jahr zuvor, musste aber leichte Umsatzeinbußen und
unter dem Strich einen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Dividende soll
jedoch stabil bei 2,20 Euro je Anteil bleiben.
ROUNDUP: Chipkonzern Broadcom bleibt optimistisch - Aktie legt zu
SAN JOSE (dpa-AFX) - Die KI-bezogenen Geschäfte stimmen den
Chipkonzern Broadcom für das laufende zweite
Geschäftsquartal und darüber hinaus optimistisch. In den drei
Monaten bis Ende April dürfte der Umsatz zum Vorjahreszeitraum um 47
Prozent auf rund 22 Milliarden US-Dollar (18,9 Mrd Euro) zulegen,
teilte der Apple-Zulieferer bereits am Mittwochabend
in San Jose mit. Analysten hatten im Schnitt 20,5 Milliarden
erwartet. Zudem kündigte der Konzern Aktienrückkäufe für bis zu zehn
Milliarden Dollar an. Im vorbörslichen US-Handel am Donnerstag legt
die Aktie um gut sechs Prozent zu.
ROUNDUP: GFT will 2026 nach Gewinnrückgang wieder zulegen - Aktie
erholt sich
STUTTGART - Der Softwareanbieter GFT Technologies hat
das Jahr 2025 mit einem etwas geringeren Gewinnrückgang
abgeschlossen als befürchtet. Den Aktionären winkt dennoch eine
stabile Dividende, und für 2026 stellt Vorstandschef Marco Santos
wieder bessere Geschäfte in Aussicht. Investitionen in Künstliche
Intelligenz sollen das Stuttgarter Unternehmen voranbringen, das vor
allem Software für Banken und Versicherer anbietet. An der Börse
kamen die Neuigkeiten vom Donnerstag gut an.
ROUNDUP 2: Dürr will Ergebnis verbessern - Unsicherheit durch Krieg
BIETIGHEIM-BISSINGEN - Der Maschinenbauer Dürr setzt weiter auf
Einsparungen und will sein Ergebnis in diesem Jahr weiter
verbessern. Dies setze allerdings voraus, dass der Krieg im Nahen
Osten die Weltwirtschaft nur vorübergehend beeinträchtigt, teilte
der Konzern aus Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) mit. Das
Unternehmen hatte bereits Mitte Februar Eckdaten für 2025
bekanntgegeben. Die Aktie legte im frühen Handel leicht zu, geriet
dann aber unter Druck.
ROUNDUP 2: LEG will deutlich höhere Dividende zahlen - Ziele für
2026 bestätigt
DÜSSELDORF - Die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnungen in den
Ballungszentren treibt den Immobilienkonzern LEG an.
2025 legten die Ergebnisse dank höherer Mieteinnahmen deutlich zu.
Davon sollen auch die Aktionäre profitieren, die Dividende soll
kräftig steigen. Unterdessen bestätigte das Unternehmen die Ziele
für 2026 am Donnerstag bei Vorlage der Zahlen für 2025. Die Aktie
notierte zuletzt rund 0,9 Prozent fester.
ROUNDUP: US-Ausstieg trifft Deutsche Pfandbriefbank hart - Aktie im
Auf und Ab
GARCHING/FRANKFURT - Der Ausstieg aus dem verlustreichen US-Geschäft
hat die Deutsche Pfandbriefbank im vergangenen Jahr
wie erwartet tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich
stand ein Verlust von 284 Millionen Euro nach 90 Millionen Gewinn
ein Jahr zuvor. "Die Transformation ist deutlich einschneidender und
braucht daher länger", sagte Vorstandschef Kay Wolf am Donnerstag in
Frankfurt. Schon Mitte Februar hatte er sein mittelfristiges
Renditeziel daher von 2027 auf das Jahr 2028 verschoben.
ROUNDUP: Ströer erwartet erneut stabile Ergebnisse - Aktie gibt nach
KÖLN - Der Werbevermarkter Ströer hat 2025 die
verhaltene Wirtschaftsentwicklung zu spüren bekommen. Der Umsatz
stieg moderat, das bereinigte operative Ergebnis lag auf
Vorjahresniveau. Für das laufende Jahr stellt das Management ein
organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen
Prozentbereich in Aussicht. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wird zum Vorjahr erneut eine
"weitgehend stabile" Entwicklung erwartet. An der Börse kommt das
nicht gut an.
ROUNDUP: Rüstungsboom beschert Renk Rekorde bei Umsatz und Aufträgen
AUGSBURG - Die hohe Rüstungsnachfrage hat dem Getriebehersteller
Renk im vergangenen Jahr Rekorde bei Umsatz und
Neugeschäft beschert. Auch die Ergebnisse konnte das Unternehmen,
dass Antriebssysteme insbesondere für Panzer und die Marine
herstellt, verbessern. Aktionäre können sich daher über eine
deutlich höhere Dividende freuen. Für das neue Geschäftsjahr stellte
Renk weitere Zuwächse in Aussicht.
ROUNDUP/Sprit immer teurer: Auch Super E10 kostet mehr als 2 Euro
MÜNCHEN - Die Spritpreise steigen immer weiter: Einen Tag nach
Dieselkraftstoff hat auch die günstigste gängige Benzinsorte Super
E10 die Marke von zwei Euro pro Liter im bundesweiten
Durchschnittspreis überschritten. In der Preisspitze am Morgen
kostete sie 2,003 Euro, wie der ADAC mitteilte. Noch am Mittwoch war
sie mit 1,995 Euro am Morgen knapp darunter geblieben.