Wiener Börse im Frühhandel schwächer - ATX gibt 0,9 Prozent nach / Negative Übersee-Vorgaben - Nahost-Krieg lastet weiter auf Marktsentiment - Bankwerte mit Abschlägen
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Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Frühhandel mit leichterer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.30 Uhr mit 5.385,12 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 0,90 Prozent. Der ATX Prime notierte bei 2.680,02 Zählern und damit um 0,80 Prozent tiefer.
Die europäischen Leitbörsen zeigte sich nach negativen Vorgaben der Börsen in Asien und den USA hingegen mit einem Stabilisierungsversuch. Hier dürfte die vage Hoffnung auf eine Sicherung der Straße von Hormuz durch US-Streitkräfte unterstützen, hieß es von Marktbeobachtern.
Der Krieg in Nahost und die damit einhergehenden Unterbrechungen der Seehandelslinien sowie die erhöhten Energiepreise lasten auf dem Marktsentiment, hieß es in einem Helaba-Kommentar. Die Risikoaversion ist weiterhin ein bestimmendes Thema, auch weil noch nicht abzusehen ist, wie und wann der Krieg beendet werden kann und auch weil Inflationssorgen in den Vordergrund rücken.
Datenseitig steht mit dem ADP-Report am frühen Nachmittag eine wichtige Indikation für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag an. Zudem gilt es heute, den ISM-Index des Servicesektors zu beachten, der im Februar auf Vormonatsniveau erwartet wird.
Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen fiel noch eher dünn aus. Der Salzburger Kranhersteller Palfinger steigt an Stelle des Immobilienunternehmens CPI Europe (früher Immofinanz) in den Leitindex der Wiener Börse auf. Palfinger kehrt damit erstmals seit 2010 wieder in den ATX zurück, gab die Wiener Börse am Dienstagabend bekannt. Die Änderung gilt ab 23. März. Aktien von Palfinger zeigten sich im frühen Handel um 1,4 Prozent fester, CPI Europe gewannen geringfügig um 0,1 Prozent.
Belastet wurde der ATX von den Abschlägen bei den im Index schwer gewichten Bankwerten. So büßten BAWAG 1,9 Prozent ein und RBI lagen 1,8 Prozent im Minus. Erste Group-Aktien verloren 1,3 Prozent an Wert.
Auch die Ölwerte zeigten sich im roten Bereich. So mussten OMV ein Minus von 1,2 Prozent verbuchen und SBO gaben um 1,8 Prozent nach. Die Ölpreise haben am Mittwoch ihren Höhenflug nach dem Beginn des Iran-Kriegs fortgesetzt.
ger/moe
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