Ölpreise steigen weiter deutlich
Die Ölpreise haben am Mittwoch ihren Höhenflug nach dem Beginn des Iran-Kriegs fortgesetzt. Die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, dass die US-Marine Tankschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus, falls erforderlich eskortieren wird, konnte den Anstieg am Vorabend nur zeitweise bremsen.
Im frühen Handel wurde Brent-Öl aus der Nordsee mit Lieferung im Mai bei 84,07 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Das sind etwas mehr als drei Prozent über dem Niveau vom Vorabend. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht.
Am Dienstag hatte US-Präsident Trump Schutz für Schiffe in der für den globalen Handel von Energierohstoffen wichtigen Straße von Hormus versprochen. "Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten.
Die Ankündigung von Trump erfolgte, nachdem die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nach der Drohung von Angriffen auf Tanker durch den Iran faktisch zum Erliegen gekommen ist. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, würden sich die Öllagerstätten in dem führenden Opec-Land Saudi-Arabien derzeit rasant füllen.
Nach Einschätzung von Analysten der ING Bank dürfte es noch einige Zeit dauern, bis mit der Eskortierung von Tankern durch die Meerenge am Persischen Golf zu rechnen sei. Zuvor müsse erst die Angriffsfähigkeit des Irans geschwächt werden./jkr/stk
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