Wiener Aktienmarkt vorbörslich erneut schwächer erwartet / Negative Übersee-Vorgaben - Risikoaversion weiter bestimmendes Thema
Der Wiener Aktienmarkt wird am Mittwoch zu Handelsbeginn erneut mit schwächerer Tendenz erwartet. Rund 40 Minuten vor dem Sitzungsauftakt sahen Bankenindikationen den heimischen Leitindex ATX 0,85 Prozent im Minus.
Die europäischen Leitbörsen werden nach negativen Vorgaben der Börsen in Asien und den USA hingegen stabil erwartet. Hier dürfte die vage Hoffnung auf eine Sicherung der Straße von Hormuz durch US-Streitkräfte den Kursrutsch bremsen, hieß es von Marktbeobachtern.
Der Krieg in Nahost und die damit einhergehenden Unterbrechungen der Seehandelslinien sowie die erhöhten Energiepreise lasten auf dem Marktsentiment, hieß es in einem Helaba-Kommentar. Die Risikoaversion ist weiterhin ein bestimmendes Thema, auch weil noch nicht abzusehen ist, wie und wann der Krieg beendet werden kann und auch weil Inflationssorgen in den Vordergrund rücken.
Datenseitig steht mit dem ADP-Report am frühen Nachmittag eine wichtige Indikation für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag an. Zudem gilt es heute, den ISM-Index des Servicesektors zu beachten, der im Februar auf Vormonatsniveau erwartet wird.
Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen fiel noch eher dünn aus. Der Salzburger Kranhersteller Palfinger steigt an Stelle des Immobilienunternehmens CPI Europe (früher Immofinanz) in den Leitindex der Wiener Börse auf. Palfinger kehrt damit erstmals seit 2010 wieder in den ATX zurück, gab die Wiener Börse am Dienstagabend bekannt. Die Änderung gilt ab 23. März.
Am Dienstag hatte der ATX um 3,55 Prozent schwächer bei 5.433,81 Punkten geschlossen. Die Ängste vor einer Eskalation des Iran-Konflikts und den wirtschaftlichen Folgen zogen die Börsen europaweit nach unten.
In Wien schlossen am Dienstag alle im ATX gelisteten Aktien im Minus. Am stärksten nach unten ging es mit AT&S, die Titel des Leiterplattenherstellers büßten 9,1 Prozent ein. Unter den größeren Verlierern fanden sich auch die Aktien des Stahlkonzerns voestalpine und des Faserherstellers Lenzing mit Abschlägen von 7,6 bzw. 6,8 Prozent.
Die größten Kursgewinner im prime market am Dienstag:
Addiko Bank +0,76% 26,50 Euro Frequentis +0,00% 74,20 Euro UBM Development +0,00% 19,35 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Dienstag:
FACC -12,45% 12,80 Euro AT&S -9,06% 46,20 Euro voestalpine -7,60% 42,78 Euro
ger/moe
ISIN AT0000999982