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Zollrisiken und Geopolitik: Symrise geht vorsichtig ins Jahr 2026

Der Hersteller von Duftstoffen und Aromen Symrise traut sich nach einem eher trägen organischen Wachstum 2025 im neuen Jahr bestenfalls eine moderate Beschleunigung zu. Der Umsatz dürfte 2026 aus eigener Kraft - also Übernahmen und Zukäufe sowie Wechselkurseffekte herausgerechnet - um 2,0 bis 4,0 Prozent steigen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die mittlere Analystenschätzung liegt bereits eher am oberen Ende der Spanne. Die Prognose berücksichtige auch die herausfordernde globale Nachfragesituation, geopolitische Unsicherheiten sowie die Auswirkungen inflationärer Zollentwicklungen auf das Kaufverhalten von Konsumenten, hieß es. Dabei dürfte der Umsatz organisch im ersten Quartal im Vergleich zum hohen Vorjahreswert im niedrigen einstelligen Bereich sinken.

2025 erreichte der Dax-Konzern organisch ein Erlösplus von 2,8 Prozent auf 4,93 Milliarden Euro und damit die im Herbst gesenkte eigene Prognose. Nominal fielen die Erlöse wegen Wechselkursbelastungen leicht. Als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieben im vergangenen Jahr 18,5 Prozent des Umsatzes hängen; das operative Ergebnis sank damit um rund 12 Prozent auf 913 Millionen Euro. Negative Sondereffekte etwa für den Portfolioumbau herausgerechnet, ergibt sich ein operativer Gewinn von etwas mehr als einer Milliarde Euro.

Das Ergebnis unter dem Strich sank um fast die Hälfte auf knapp 250 Millionen Euro. Das lag auch an Wertberichtigungen auf das Terpen-Geschäft, das verkauft wird, sowie auf die schwedische börsennotierte Beteiligung Swedencare. Die Belastungen sind seit Januar bekannt./mis/zb

 ISIN  DE000SYM9999

AXC0079 2026-03-04/08:07

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