VW-Betriebsratschefin: Sind gut aufgestellt als Unternehmen
VW
Befürchtungen, es könne bei VW doch noch zu Werksschließungen oder einem verschärften Stellenabbau kommen, wies Cavallo zurück. "Standortschließungen und auch betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen", sagte sie. Dies sei in der Tarifeinigung Ende 2024 verbindlich festgeschrieben worden. Der damals vereinbarte Plan solle nun gemeinsam umgesetzt werden.
Klare Zusagen in unsicheren Zeiten
Einem Pressebericht zufolge plant der Konzern ein weiteres Sparprogramm mit einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro. Der bisherige Plan sieht den Abbau von 35.000 Stellen bis 2030 vor - sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen.
Das werde Volkswagen
Sparen und umbauen zugleich
Auch den Automobilstandort Deutschland sieht Cavallo langfristig nicht in Gefahr. "Wir haben gute Köpfe, wir haben super Ingenieure, wir haben Tradition, wir haben einen Kundenstamm, auf den wir setzen können, und wir können auch dem Wettbewerb Paroli bieten." Voraussetzung seien jedoch bessere politische Rahmenbedingungen und faire Bedingungen für die Branche. "Dann hat die Automobilindustrie auch eine sehr gute Zukunft."
Cavallo forderte einen weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur, wettbewerbsfähige Strompreise sowie eine abgestimmte Industriepolitik in Deutschland und Europa. Zudem brauche es faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber chinesischen Herstellern und Planungssicherheit angesichts von US-Zöllen. Freier Handel allein reiche nicht aus. "Wir brauchen eine Industriepolitik aus einem Guss, wo auch Förderung, aber auch Subvention für lokale Industrie stattfindet. Und wir brauchen vor allen Dingen Planungssicherheit für die Zukunft."
Heute lädt der VW-Betriebsrat in Wolfsburg zur regulären Betriebsversammlung. Zur Belegschaft sprechen wird neben Cavallo auch Markenchef Thomas Schäfer./fjo/DP/zb
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AXC0016 2026-03-04/05:33
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