Erste Group - Barclays erhöht Kursziel von 118 auf 119 Euro / Einstufung "overweight" bestätigt - Iran-Konflikt berge Inflationsrisiken für CEE-Region, Effekte derzeit aber begrenzt
Die Analysten von Barclays haben ihr Kursziel für die Aktien der Erste Group leicht von 118,0 auf 119,0 Euro angehoben. Das Anlagevotum "overweight" für die Titel wurde von Analyst Krishnendra Dubey in Reaktion auf die Viertquartalszahlen der heimischen Bank bestätigt.
Die Schätzungen für den Gewinn je Aktie wurden leicht nach oben angepasst. Dies spiegle vor allem verbesserte Erwartungen hinsichtlich des Zinsergebnisses wider, was jedoch teilweise durch höhere Kostenannahmen ausgeglichen werde, schrieb Dubey in der am Dienstag vorgelegten Studie.
Unterdessen würden die Iran-Entwicklungen für die CEE-Region vor allem indirekte Risiken über höhere Energiepreise bergen, nicht über direkte Handelsverflechtungen, so der Experte. Nettoenergieimporteure wie Polen, Ungarn und Rumänien könnten über steigenden Inflationsdruck stärker betroffen sein, was den geldpolitischen Lockerungsspielraum einschränken könnte. Aktuell würden direkte wirtschaftliche Spillover-Effekte aber begrenzt erscheinen.
Beim Gewinn je Aktie erwarten die Barclays-Analysten 10,37 Euro für 2026, sowie 11,61 bzw. 13,11 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 4,30 Euro für 2026, sowie 5,00 bzw. 5,50 Euro für 2027 bzw. 2028.
Am Dienstagnachmittag notierten die Erste Group-Titel an der Wiener Börse mit minus 3,8 Prozent bei 95,25 Euro.
Analysierendes Institut Barclays
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