Aktien New York Ausblick: Iran-Krieg trübt die Stimmung - Ölpreise stark
Der Iran-Krieg und die stark gestiegene Ölpreis haben auch die US-Anleger am Montag in die Defensive getrieben. Wie bereits in Europa verkaufen Investoren vor allem ihre Tourismuswerte wie Aktien von Hotelketten oder Airlines. Gefragt sind dagegen Öl- und Rüstungspapiere.
Etwa anderthalb Stunden vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den
Dow Jones Industrial
Noch etwas ärger erwischte es den technologielastigen Auswahlindex
Nasdaq 100
Größter Stimmungsdämpfer ist zunächst die Entwicklung der Ölpreise. In der Nacht zum Montag stiegen die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten um jeweils mehr als zehn Prozent. Dabei erreichte Brent-Öl in der Spitze den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl den höchsten Stand seit Juni 2025. Damals hatte das US-Militär bereits den Atombunker des Iran angegriffen.
Im Fokus steht zudem die durch Gegenschläge des Iran bedrohte
Sicherheit der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Adern der
Weltwirtschaft. Durch sie strömten zwischen 20 und 30 Prozent der
globalen Öl- und Gasversorgung, schrieb Matthew Lofting von
JPMorgan. Für Ölwerte wie Exxon Mobil und Occidental Petroleum
Besonders stark waren auch die Aktien von Lockheed Martin gefragt. Der Konzern beliefert die US-Armee mit dem THAAD-Raketenabwehrsystem. In Europa waren bereits die Aktien des britischen Zulieferers der Infrarot-Zielerfassung der Lenkflugkörper des Sytems enorm gefragt. In den ersten Angriffen gegen den Iran im Juni 2025 seien Medienberichten zufolge zwischen 15 und 25 Prozent des gesamten THAAD-Arsenals gebraucht worden, um iranische Raketen gegen Israel abzufangen, erklärte der JPMorgan-Experte David Perry. Nun dürfte das Verschleißtempo weitaus höher liegen.
Deutlich unter Druck stehen derweil Aktien von US-Hotelketten wie
Marriott
ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072
AXC0253 2026-03-02/14:29
Relevante Links: Occidental Petroleum Corporation, Marriott International Inc.