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ROUNDUP/Eurozone: Industriestimmung deutet auf Wachstum hin

Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Februar weiter verbessert und deutet nun auf eine leichte Belebung der Branche hin. Der Indikator für die Stimmung der Einkaufsmanager stieg um 1,3 Punkte auf 50,8 Punkte, wie S&P am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Schätzung wurde damit wie von Analysten erwartet bestätigt. Der Stimmungsindikator befindet sich damit erstmals seit August wieder über der Schwelle von 50 Punkten. Dies deutet auf ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivität hin.

In Deutschland und Frankreich, den größten Volkswirtschaften der Eurozone, entwickelte sich die Stimmung in den Industriebetrieben in unterschiedliche Richtungen. Während der Indikator für Frankreich deutlich nachgab und sich jetzt noch knapp über der Expansionsschwelle befindet, zog der entsprechende Wert für Deutschland stark an und liegt mit einem Wert von 50,9 Punkten klar über der Schwelle.

Erfreuliche verlief die Entwicklung auch in weiteren wichtigen Ländern der Eurozone. In Italien zog die Stimmung in den Industrieunternehmen unerwartet deutlich an und liegt nun klar über 50 Punkten. In Spanien erreichte der entsprechende Indikator wie prognostiziert genau die Expansionsschwelle.

"Es scheint sich um eine breit angelegte Erholung im Verarbeitenden Gewerbe der Eurozone zu handeln", schrieb Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank. Sechs der acht untersuchten Länder befänden sich im Wachstumsbereich. Und die deutsche Industrie weise auch die höchste Wachstumsrate auf.

Gleichwohl schränkte der Experte ein: "Natürlich sprechen wir hier nicht von einem Boom, sondern von einer moderaten Erholung, die von einem niedrigen Aktivitätsniveau ausgeht, während strukturelle Herausforderungen wie hohe Energiepreise, intensiver Wettbewerb aus China und US-Zölle weiterhin bestehen."

Die Daten im Überblick:

AXC0194 2026-03-02/12:17

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