Aktien Frankfurt: Krieg im Nahen Osten belastet Kurse schwer
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran
und dessen Vergeltungsschläge haben den deutschen Aktienmarkt zum
Wochenauftakt belastet. Der Grund: die Öl- und Gaspreise stiegen
wegen des Krieges stark. Der Dax
Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Einem hochrangigen iranischen Diplomaten zufolge wurde auch die wichtige Atomanlage in Natans angegriffen. Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
"Die Eskalation im Iran sorgt für Nervosität an den Finanzmärkten", schrieb Mario Lüddemann von Lüddemann Investments. Geopolitische Krisen lösten zwar nur selten einen unmittelbaren Crash aus, sie veränderten aber die Risikoeinschätzung und die Anlegerpsychologie. Im konkreten Fall reagierten die Märkte sensibel auf mögliche Störungen wichtiger Handelsrouten wie der Straße von Hormus - "ein Nadelöhr für die weltweite Energieversorgung".
Der MDax
Verluste erlitten am Morgen unter anderen die Aktien der Reise- und
Touristikbranche. So büßten Lufthansa
Profitieren von der Nachrichtenlage konnten dagegen die Papiere aus
der Rüstungsbranche. So legten die Kurse von Rheinmetall
Die Aktien von Hapag-LLoyd stiegen um 4,5 Prozent auf ein Hoch seit Mitte 2025. Angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen und der Folgen für den internationalen Schiffsverkehr dürften nun die Frachtraten steigen./bek/mis
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0177 2026-03-02/11:38
Relevante Links: BASF SE, Evonik Industries AG, TKMS AG & Co KGaA, WACKER CHEMIE AG, HENSOLDT AG, Deutsche Lufthansa AG, RENK GROUP AG INH O.N., LANXESS AG, TUI AG, Rheinmetall AG