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Wiener Börse (Eröffnung) - ATX verliert über 2 Prozent / Eskalation im Nahen Osten - Flughafen Wien hält an Dividendenhöhe von 1,65 Euro fest

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Aktuelle Kurse von ATX und ATX Prime (Lead), Arbeitsmarkt, Details zu Einzelwerten (ab 3. Absatz)
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Die Wiener Börse hat den Handel am Montag nach der Eskalation im Nahen Osten mit deutlichen Verlusten aufgenommen. Im Frühhandel notierte der heimische Leitindex ATX mit minus 2,11 Prozent bei 5.581,40 Punkten. Der ATX Prime gab um 2,21 Prozent auf 2.777,30 Zähler nach. An den europäischen Leitbörsen ging es ebenfalls mit den Aktienkursen bergab.

Am Wochenende griffen Israel und die USA den Iran an und töteten dabei unter anderem das Staatsoberhaupt und den Religionsführer des Landes, Ayatollah Ali Khamenei. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen und schränkte außerdem den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, ein. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung lässt die Energiepreise steigen und die internationalen Märkte werden verunsichert.

Die Situation am heimischen Arbeitsmarkt verbesserte sich im Februar nicht, der Anstieg der Arbeitslosenzahlen fiel aber etwas geringer als zuletzt aus. Ende des Monats waren 436.160 Personen arbeitslos oder befanden sich in Schulung, um 1,4 Prozent bzw. 6.220 Personen mehr als im Vorjahresmonat, teilte das Arbeitsmarktservice (AMS) in einer Aussendung mit. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Februar um 0,2 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. AMS-Chef Johannes Kopf ortet darin bereits Signale der Entspannung: "Obwohl die Zahl der beim AMS als arbeitslos oder in Schulung gemeldeten Personen (...) steigt, zeigen sich in manchen Bereichen bereits klare Anzeichen der prognostizierten Erholung: In Oberösterreich und Kärnten sinkt die Arbeitslosigkeit, zugleich nimmt der Zugang an offenen Stellen erfreulicherweise wieder zu."

Unternehmensseitig standen in der Früh die Zahlen des Flughafen Wiens im Fokus. Der Vorstand der Flughafen Wien AG rüttelt trotz eines Gewinnrückgangs um mehr als zehn Prozent nicht an der Dividendenhöhe von 1,65 Euro. Wegen Abschreibungen durch den Stopp für den Bau einer dritten Start- und Landebahn sank der Gewinn auf 210 Mio. Euro, nach 240 Mio. Euro 2024, wie das Unternehmen in der Früh mitteilte. 2025 steigerte der Flughafen seinen Umsatz auf 1,129 Mrd. Euro, das ist ein Plus von 7,2 Prozent verglichen mit 2024. Der operative Gewinn (EBIT) ging von 306 auf rund 280 Mio. Euro zurück. Die Aktien notierten in der Früh unverändert bei 54,20 Euro.

Mit deutlichen Abschlägen reagierten die Werte von Do&Co auf die Eskalation im Nahen Osten. Der Kurs des Caterers fiel um mehr als zehn Prozent. Auch Bankenwerte gaben nach. So verlor RBI 4,78 Prozent, BAWAG 3,33 Prozent. Verluste um mehr als drei Prozent verzeichneten auch Lenzing, Wienerberger oder voestalpine.

Gestützt wird der ATX von Verbund (plus 3,81 Prozent), OMV (plus 3,19 Prozent) und dem niederösterreichischen Ölfeldausrüster SBO (plus 0,84 Prozent).

rst/moe

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