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Aktien Frankfurt Ausblick: Eskalation in Nahost belastet Kurse schwer

Der Angriff der USA und Israels auf den Iran dürften den deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt auf Talfahrt schicken. Der X-Dax als Indikator für den Dax verlor im vorbörslichen Handel am Montag knapp zwei Prozent auf 24.786 Punkte. Am Freitag war der deutsche Leitindex noch nahe an das Rekordhoch von Mitte Januar gestiegen. Ähnliche Verluste werden für den Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 prognostiziert.

Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.

Ein Blick zurück auf die vergangenen 40 Jahre zeige, dass die Dauer militärischer Konflikte entscheidend sei für die Verluste an den Finanzmärkten, schrieb Stratege Scott Chronert von der Citigroup. Die Aussagen der US-Regierung deuteten darauf hin, dass diese eine "kurze Aktion" präferiere. Viel hänge allerdings davon ab, ob ein Weg zu Verhandlungen gefunden werden kann und ob weitere Staaten in den Konflikt hineingezogen werden.

Verluste werden am Morgen unter anderen für die Reise- und Touristikbranche prognostiziert. Aktien der Lufthansa und von Tui verloren vorbörslich prozentual zweistellig. Der starke Ölpreisanstieg dürfte Papiere aus dem Chemiesektor wie BASF , Evonik , Wacker Chemie und Lanxess belasten. Höhere Kosten für Öl drohen die Gewinne zu schmälern.

Profitieren von der Nachrichtenlage konnten am Montag die Papiere aus der Rüstungsbranche. So legten die Kurse von Rheinmetall , Hensoldt , Renk und des Marineschiffbauers TKMS gegen die allgemeine Marktschwäche teils kräftig zu./bek/stk

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416

AXC0094 2026-03-02/08:16

Relevante Links: BASF SE, Evonik Industries AG, TKMS AG & Co KGaA, WACKER CHEMIE AG, HENSOLDT AG, RENK GROUP AG INH O.N., Deutsche Lufthansa AG, LANXESS AG, TUI AG, Rheinmetall AG

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