ROUNDUP/Aktien New York: Dow auf Talfahrt - Negative Wochen- und Monatsbilanz
Die wichtigsten US-Aktienmärkte haben am
Freitag den Rückwärtsgang eingelegt. Negative Impulse lieferten die
heimischen Erzeugerpreise, die deutlicher als erwartet zulegten und
der Notenbank Fed damit Argumente gegen Zinssenkungen lieferten.
Zudem halten sich die Anleger wegen einer möglichen Eskalation der
Spannungen zwischen den USA und dem Iran vor dem Wochenende mit
Engagements zurück.
Der Dow Jones Industrial fiel im frühen Handel um 1,3
Prozent auf 48.854 Punkte. Damit deutet sich für den Leitindex ein
Wochenverlust von rund 1,5 Prozent an. Auch die Monatsbilanz wäre
mit minus 0,1 Prozent negativ. Der marktbreite S&P 500
büßte am Freitag 0,7 Prozent auf 6.859 Zähler ein.
Für den Nasdaq 100 ging es um 0,5 Prozent auf 24.915
Punkte abwärts. Er hatte am Donnerstag deutlich unter den negativ
aufgenommenen Geschäftszahlen des KI-Chip-Riesen Nvidia
gelitten. Für die Woche und den Monat Februar drohen
dem technologielastigen Index Abschläge von 0,4 beziehungsweise 2,5
Prozent.
Finanzwerte wurden am meisten gemieden. So verbuchten die Papiere
von American Express , Goldman Sachs
und JPMorgan zuletzt Kursrückgänge zwischen 3,0 und
6,9 Prozent und gehörten damit zu den schwächsten Dow-Werten.
Ansonsten steht vor dem Wochenende das wahrscheinliche Ende des
Bieterkampfs um Warner Brothers im Fokus. Die Aktien
des Medienkonzerns verloren 1,7 Prozent, nachdem der Streamingriese
Netflix mitgeteilt hatte, seine Offerte nicht zu
erhöhen, da das Geschäft dann finanziell nicht mehr attraktiv wäre.
Damit ist der Weg für den Warner-Rivalen Paramount
frei, dessen neuem, aufgebesserten Angebot der Warner-Verwaltungsrat
zuvor den Vorzug gegeben hatte.
Die Titel von Netflix und Paramount reagierten mit Kursgewinnen von
8,6 und 8,8 Prozent auf die jüngste Entwicklung. Experten begrüßten
den Ausstieg von Netflix. Jefferies-Analyst James Heaney traut
Netflix auch ohne den Zukauf bis 2030 jährliche Umsatz- und
Ergebnissteigerungen von mindestens zehn beziehungsweise 20 Prozent
zu.
Die Anteilscheine von Dell sprangen um 19 Prozent auf
den höchsten Stand seit November. Der Hersteller von Computern und
Speichersystemen hatte im vergangenen Quartal eine durchwachsene
operative Margenentwicklung verzeichnet. Doch die Umsatz- und
Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr übertrafen die
Erwartungen. Dies galt insbesondere für den Erlösausblick für
KI-Server. Zudem kündigte das Unternehmen an, sein
Aktienrückkaufprogramm um zehn Milliarden US-Dollar
aufzustocken./edh/he