WDH/Kreise: VW-Konzern könnte mit Everllence-Verkauf mehr einnehmen
(technische Wiederholung)
WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der VW -Konzern könnte laut
Kreisen beim Verkauf seiner Schiffs- und Dieselgroßmotorentochter
Everllence einen höheren Preis einstreichen als bisher spekuliert.
Die Finanzinvestoren Blackstone und Brookfield
seien unter den Bietern der nächsten Runde für einen
Mehrheitsanteil an der ehemals unter dem Namen MAN Energy Solutions
bekannten Firma, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am
Freitag unter Berufung auf informierte Personen. Die
Beteiligungsgesellschaften hätten neue Angebote in Höhe von
mindestens 8 Milliarden Euro abgegeben. Bisher war in
Medienberichten etwa im "Manager Magazin" die Rede von einer
Bewertung von mehr als 6 Milliarden Euro gewesen. Ebenfalls weiter
im Rennen seien die Finanzinvestoren Advent, Bain, EQT und CVC. Alle
Genannten sowie VW hätten einen Kommentar zu den Informationen
abgelehnt, hieß es.
Volkswagen hatte vor mehreren Jahren schon einmal
versucht, die Tochter an einen anderen Eigner zu geben, den
Wolfsburgern kam aber unter anderem die Corona-Krise in die Quere.
Everllence baut unter anderem Kraftwerksturbinen und schwere
Schiffsdieselmotoren, in der Pandemie erlahmte jedoch mit dem
weltweiten Handel auch der Schiffbau. Der VW-Konzern führt das
Geschäft von Everllence im Konzernbereich Power Engineering, der
2024 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro und einen operativen
Gewinn von 335 Millionen Euro erzielte.
Volkswagen steht unter Druck von Investoren, das Geld
zusammenzuhalten und Randbereiche abzustoßen, die nicht zum
Kerngeschäft gehören./men/jsl/jha/he