Die europäischen Börsen haben am
Freitag stagniert. Der EuroStoxx 50 trat auf der
Stelle. Außerhalb der Eurozone gewann der britische Leitindex FTSE
100 0,4 Prozent auf 10.890,40 Punkte. Der Schweizer
SMI zog um 0,55 Prozent auf 13.991,36 Punkte an.
Stärkster Sektor waren die Telekomwerte. Der Sektor profitierte von
Übernahmegerüchten. Wie das spanische Nachrichtenportal "El Espanol"
mit Verweis auf mit der Sache vertraute Personen berichtet hatte,
befindet sich der spanische Telekomkonzern Telefonica
in Gesprächen mit der United-Internet-Tochter 1&1 .
Schon im Oktober war in Berichten von solchen Gesprächen die Rede
gewesen. Telefonica kletterten um 3,3 Prozent. 1&1 zogen um über
neun Prozent an. Unter den Versicherern waren Aktien der Swiss Re
gefragt. Der Schweizer Rückversicherer habe nicht nur
ein besser als erwartetes Schlussquartal verzeichnet und mit dem
Nettoergebnis die Erwartungen übertroffen, so Analyst Ben Cohen von
der kanadischen Bank RBC. Das eigentliche Ereignis sei vielmehr der
zusätzliche Aktienrückkauf im Umfang von einer Milliarde US-Dollar
gewesen. Swiss Re gewannen fünf Prozent.
Verhaltener war die Reaktion auf die Zahlen eines anderen Schweizer
Wertes. Holcim hatte nach Einschätzung der Analysten
von Jefferies zwar solide Zahlen für das vierte Quartal präsentiert,
aber der Ausblick sei nicht ganz makellos gewesen. Die Aktie gewann
0,6 Prozent.
Noch schlechter fiel die Reaktion auf die Zahlen der britischen
Fluggesellschaft International Airlines Group aus.
Die Aktie verlor trotz ordentlicher Quartalszahlen über fünf
Prozent. Die Zahlen der Airline-Holding hätten etwas über den
Erwartungen gelegen, auch der Ausblick sehe ordentlich aus, hieß es
von JPMorgan. An den Konsensschätzungen dürfte sich aber wenig
ändern. Reisewerte lagen am Ende des Feldes./mf/stk