Wiener Börse (Mittag) - ATX wieder klar im Minus / AMAG und Kapsch TrafficCom mit Zahlen
Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag in einem unsteten Vormittagshandel nachgegeben. Gegen Mittag lag der ATX wieder 0,61 Prozent im Minus auf 5.728,45 Punkten. Etwas Halt gab unten die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein Verlust von 1,4 Prozent und für den Monat Februar ein Zuwachs von 2,2 Prozent ab.
Für den ATX Prime ging es zum Wochenschluss um 0,57 Prozent auf 2.850,15 Zähler hinab. Das europäische Umfeld zeigte sich nach einem verhaltenen Auftakt hingegen leicht im Plus.
Nachdem zuletzt eher geopolitische Entwicklungen und Unternehmensergebnisse das Marktgeschehen bestimmt hatten, lag die Aufmerksamkeit zum Wochenausklang bei Inflationsdaten aus einigen Euroländern. Am Vormittag standen etwa die Zahlen aus Frankreich und Spanien an, die höher als erwartet ausfielen. Am Nachmittag werden noch die Zahlen für Deutschland veröffentlicht. An den zuletzt stabilen Zinserwartungen dürften die Zahlen Marktbeobachtern zufolge aber kaum etwas ändern.
Belastet wurde der Leitindex am Berichtstag von den schwächeren Bankwerten. Die Erste-Titel verloren 1,3 Prozent auf 102,30 Euro. Hier half nicht, dass Deutsche Bank Research ihr Kursziel für die Aktien von 112 auf 115 Euro anhob und die Kaufempfehlung bekräftigte. Die Bank habe am gestrigen Donnerstag "ordentliche" Zahlen vorgelegt, schrieb die Analystin Marlene Eibensteiner.
Vor dem Wochenende gaben zudem Unternehmen aus der zweiten Reihe Einblick in ihre Bücher.
Die AMAG hat wegen steigender Aluminiumpreise den Umsatz leicht gesteigert, aber einen Gewinnrückgang verbuchen müssen. Der stark von der Handelspolitik beeinflusste Wettbewerb habe für Margenrückgänge gesorgt, erklärte das Unternehmen. Erste-Group-Analyst Michael Marschallinger bezeichnete das Zahlenwerk als "gemischt" und monierte vor allem einen Gewinneinbruch in der Sparte für Walzprodukte. Die Aktie gewann dennoch 0,7 Prozent und setzte damit die im Jänner begonnene Kursrally fort.
Der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom berichtete für das Drittquartal deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn. Die Zahlen brachten jedoch wenig neue Erkenntnisse, da das Unternehmen bereits vergangene Woche eine Gewinnwarnung ausgegeben hatte. Die Papiere büßten ein Prozent ein.
spa/rst
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