APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
EU-Außenminister ringen um Ukraine-Unterstützung
Brüssel/EU-weit - Vor Beratungen der EU-Staaten über ein wichtiges Darlehen für die Ukraine hat Ungarns Außenminister Peter Szijjarto das Veto seines Landes bekräftigt. Auch das 20. Sanktionspaket gegen Russland werde Budapest blockieren, sagte Szijjarto in einem auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Video, das während des Flugs zum Treffen der EU-Außenminister in Brüssel entstand. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) sagte, sie könne die "ungarische Haltung nicht nachvollziehen".
Ukraine meldet Rückeroberung von 400 Quadratkilometern
Odessa - Die Ukraine hat nach Angaben ihres Armeechefs im Februar die Kontrolle über 400 Quadratkilometer zurückgewonnen. Im Abschnitt Oleksandriwka seien acht Siedlungen befreit worden, teilte das Militär am Montag weiter mit. Bei einer russischen Angriffswelle auf mehrere Regionen der Ukraine wurden in der Nacht auf Montag indes mindestens drei Menschen getötet. Laut ukrainischen Luftstreitkräften griff Russland mit 126 Drohnen und einer Rakete vom Typ Iskander an.
Gewalt in Mexiko nach Tötung von berüchtigtem Drogenboss
Guadalajara/Mexiko-Stadt - Bei einem Militäreinsatz zu seiner Festnahme ist der mächtige Anführer eines mexikanischen Drogenkartells zu Tode gekommen, was landesweit eine Welle der Gewalt ausgelöst hat. In mehreren Bundesstaaten steckten Anhänger des Drogenbosses namens Nemesio Oseguera Cervantes alias "El Mencho" Autos, Banken, Tankstellen oder Geschäfte in Brand und blockierten zahlreiche Straßen. Von den Unruhen waren auch zwei österreichische Reisende betroffen, so das Außenministerium in Wien.
EU-Parlament will Umsetzung von US-Handelsdeal aussetzen
Brüssel - Nach dem Zollurteil in den USA durch den Supreme Court und neuen Ankündigungen von Präsident Donald Trump will die Europäische Union einem Medienbericht zufolge die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA aussetzen. Die EU wolle zunächst mehr Details von den USA zu deren neuem Zollprogramm bekommen, berichtete die Nachrichtenagentur "Bloomberg" am Montag.
Weiter große Lawinengefahr in Westösterreich
Bregenz/Innsbruck - Die Lawinengefahr bleibt in Westösterreich zum Wochenstart hoch. Vielerorts herrschte am Montag nach wie vor Lawinenwarnstufe vier von fünf, abseits der Pisten sei die Situation weiterhin gefährlich, mahnten die Lawinenwarndienste in Tirol und Vorarlberg. Seit Freitag sind in Österreich durch Lawinen sieben Menschen getötet worden, davon fünf in Tirol. Zahlreiche Personen wurden verletzt. In Tirol und Vorarlberg galt noch landesweiter AT-Alarm.
ÖGB und AK beklagen größer werdende Lehrstellenlücke
Wien - Gewerkschaft (ÖGB) und Arbeiterkammer (AK) beklagen eine größer werdende Lehrstellenlücke. Noch nie seien so wenige aufgenommen worden wie im Vorjahr. Klagen von Unternehmerseite über einen Fachkräftemangel passten nicht zum "schwachen Interesse der Firmen an Lehrlingen". Laut einer durch die Arbeitnehmervertreter beauftragten Lehrling-Umfrage spielten auch Künstliche Intelligenz und Digitalisierung oft eine zu kleine Rolle, hieß es am Montag bei einer Pressekonferenz.
Vorverfahren gegen philippinischen Ex-Präsident Duterte
Den Haag - Knapp ein Jahr nach seiner Festnahme ist das Vorverfahren beim Internationalen Strafgerichtshof gegen den Ex-Präsidenten der Philippinen, Rodrigo Duterte, eröffnet worden. Die Ankläger werfen dem 80-Jährigen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im staatlichen "Krieg gegen die Drogen" vor - insbesondere Mord und Mordversuche in 78 Fällen - darunter auch Kinder von 2011 bis 2019. Duterte blieb der Anhörung ohne Angabe von Gründen fern - das ist zulässig.
Proteste an Unis im Iran halten an
Teheran - Im Iran halten die Proteste an Universitäten gegen das autoritäre Herrschaftssystem den dritten Tag in Folge an. An der Alsahra-Universität in der Hauptstadt Teheran, die ausschließlich Frauen aufnimmt, nahmen Studentinnen an Protesten teil, wie iranische Aktivisten auf Telegram berichteten. Auch an der renommierten Sharif-Universität für Technologie sowie der TU Amirkabir in Teheran kam es zu neuen Demonstrationen.
Die Auswahl der Meldungen für diesen Nachrichtenüberblick erfolgte automatisch.
red