Aktien Frankfurt: Neue US-Zollunsicherheit sorgt für Verluste
Der Dax
Der MDax
Die positive Marktreaktion vom Freitagnachmittag auf die
Entscheidung des obersten US-Gerichts gegen viele der globalen Zölle
der US-Regierung machte damit etwas Ernüchterung Platz. Neben der
"Konfusion im Zollstreit" halte weiterhin ein möglicher
Militärschlag der USA gegen Iran die Anleger auf Trab, kommentierte
Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG. Zudem richteten sich die
Blicke schon zunehmend auf die am späten Mittwochabend anstehenden
Geschäftszahlen des Halbleiterriesen Nvidia
Wenige Stunden, nachdem das oberste US-Gericht am Freitag einen Großteil von Donald Trumps Zöllen auf Basis eines Notstandsgesetzes aus den 1970er Jahren als unzulässig erklärt hatte, kündigte der US-Präsident einen weltweiten Zoll auf Importe in die USA von 10 Prozent an. Diesen hob er am Folgetag auf 15 Prozent an. Damit schöpft er die Höchstgrenze eines Handelsgesetzes aus den 1970er Jahren, auf das er sich beruft, voll aus.
Nun versuchen die EU und andere Länder, die genauen Folgen für die globale Wirtschaft abzuschätzen. Im EU-Parlament ist eine Sondersitzung des Rechtsdienstes und des Verhandlungsteams, das für ein Zollabkommen zwischen den USA und der EU zuständig war, geplant. Die Europäische Kommission verlangt von den USA, eine vereinbarte Zollobergrenze von 15 Prozent in jedem Fall nicht zu überschreiten.
Mit am stärksten unter Druck in Europa standen angesichts der
Zollunsicherheit exportsensible Titel aus den Branchen Technologie
Deutliche Kursverluste des Pharmakonzerns Novo Nordisk
Die zuletzt rekordhungrigen Titel des Baukonzerns Hochtief
Vergleichsweise gefragt waren dagegen neben den als defensiv
geltenden Versorger-
Die zuletzt stark gestiegenen Kupferpreise bescherten Aurubis
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0102 2026-02-23/12:08
Relevante Links: SAP SE, Gerresheimer AG, Airbus SE, Hochtief AG, Novo Nordisk AS, Commerzbank AG, Aurubis AG, NVIDIA Corporation