APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
Schneefälle sorgen in Österreich für große Probleme
St. Pölten/Schwechat/Graz - Das Winterwetter hat am Freitag für große Probleme und in Linz für einen Toten bei einem Unfall mit einem Räumfahrzeug gesorgt. Der Betrieb am Flughafen Wien war stundenlang eingestellt. In ganz Österreich blieben auf den schneeglatten Fahrbahnen Lkw hängen und blockierten die Straßen, dazu kamen Unfälle. Österreichweit waren 13.000 Feuerwehrleute im Einsatz. In mehreren Regionen kam es zu Stromausfällen. In Tirol gingen wieder mehrere Lawinen mit Verletzten ab.
Ein Toter bei Lawinenabgang in Tirol
Nauders/Aschau/Hochfügen - In Tirol gibt es einen weiteren Lawinentoten zu beklagen: In Nauders im Bezirk Landeck wurde ein deutscher Skifahrer im freien Skiraum von einem Schneebrett mitgerissen und verschüttet. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, sagte ein Polizeisprecher zur APA. Sein 16-jähriger Sohn wurde schwer verletzt. In Alpbach im Bezirk Kufstein wiederum wurde eine verschüttete Person reanimiert und schwerstverletzt ins Spital geflogen. Zwei weitere Verschüttete befreiten sich selbst.
Meinl-Reisinger schlägt Ukraine graduellen EU-Beitritt vor
Kiew (Kyjiw)/Österreich - Wenige Tage vor dem vierten Jahrestag des Beginns der russischen Großinvasion in der Ukraine hat Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) am Freitag Kiew besucht. Nach einem Treffen mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha sagte sie Österreichs Unterstützung für die EU-Beitrittsambitionen der Ukraine zu. Gleichzeitig betonte sie, dass es "realistische Zugänge und realistische Zeitpläne" brauche. Eine Möglichkeit sei die graduelle Integration des Landes.
Graz-Wahl findet schon am 28. Juni statt
Graz - Die Grazer Gemeinderatswahl 2026 wird schon am 28. Juni stattfinden. Das hat Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) am Freitag bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Das Statut sieht vor, dass der Wahltermin - berechnet nach Fristen der laufenden Periode - zwischen 10. Mai und 22. November liegen darf. Der Termin kommt dennoch überraschend früh. Kahr meinte: "Die Monate im Sommer können dadurch genutzt werden, um die neue Periode gut vorbereiten zu können."
Zwei Schuldsprüche in Prozess gegen "Letzte Generation"
Wien - Am Wiener Landesgericht hat es am Freitag die ersten beiden nicht rechtskräftigen Schuldsprüche im Verfahren gegen die frühere Klimaschutzbewegung "Letzte Generation" wegen Sachbeschädigung und schwerer Sachbeschädigung gegeben. Zwei frühere Aktivistinnen wurden zu Geldstrafen verurteilt. Vier Angeklagte bekamen eine Diversion. Basis für die Vorwürfe waren Farbproteste am Flughafen Wien-Schwechat, beim Landhaus St. Pölten und beim Bundeskanzleramt in den Jahren 2023 und 2024.
Merz ruft CDU und Koalition zur Geschlossenheit auf
Stuttgart - Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat die CDU vor einer Serie von fünf Landtagswahlen zur Geschlossenheit aufgerufen und an ihre Verantwortung als Regierungspartei für ganz Deutschland appelliert. Angesichts wachsender Kritik an zu vielen Zugeständnissen an die SPD sagte der CDU-Chef am Freitag auf dem Parteitag in Stuttgart: "Der Erfolg der Bundesregierung wird unser gemeinsamer Erfolg sein, und die Verantwortung für unser Land ist unsere gemeinsame Verantwortung."
Europäer setzen Sicherheitsvorkehrungen wegen Iran in Gang
Teheran/Washington - Angesichts eines befürchteten Angriffs der USA auf den Iran setzen europäische Staaten Sicherheitsvorkehrungen für ihr Militär im Nahen Osten in Gang. Nach Deutschland verlegte am Freitag auch Norwegen einige seiner rund 60 Soldaten in der Region zurück in die Heimat. Dies sei der Sicherheitslage geschuldet, teilte ein Sprecher der norwegischen Streitkräfte am Freitag mit. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran zuvor eine Frist bis Anfang März zum Einlenken gesetzt.
Freispruch für mutmaßlichen Mafioso im Wiener Landesgericht
Wien - Ein 57-jähriger mutmaßlicher Mafioso ist am Freitag am Wiener Landesgericht in einer fortgesetzten Verhandlung vom Vorwurf freigesprochen worden, als Aufpasser an einer Entführung beteiligt gewesen zu sein, die der montenegrinische Kavač-Clan im März 2020 inszeniert hatte. "Wir gehen davon aus, dass Sie zu der Partie gehören", stellte der vorsitzende Richter in der Begründung fest. Es gebe aber "keinen Nachweis, dass der Angeklagte an der Entführung mitgewirkt hat."
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red