Chinas Staatsreederei Cosco darf Mehrheit an Hamburger Spedition übernehmen
Die chinesische Staatsreederei Cosco darf 80 Prozent der Hamburger Spedition Konrad Zippel übernehmen. "Aus wettbewerblicher Sicht bestehen gegen das Vorhaben keine Bedenken", erklärte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. Bei der Fusionskontrolle nicht betrachtet worden seien außenwirtschaftsrechtliche oder sicherheitspolitische Aspekte.
Unternehmen auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs
"Cosco transportiert im Wesentlichen Container auf dem Seeweg, während Zippel den Weitertransport der Container von den Seehäfen ins Binnenland organisiert", sagte Mundt. Die Unternehmen seien damit auf unterschiedlichen Ebenen der Transportkette tätig und stünden nicht in unmittelbarem Wettbewerb zueinander. Die 1876 gegründete Spedition Zippel hat rund 350 Beschäftigte.
Cosco, viertgrößte Reederei der Welt, ist bereits über eine
Minderheitsbeteiligung von 24,99 Prozent an der
Betreibergesellschaft des HHLA
Bundeskartellamt: Keine Beeinträchtigungen zu erwarten
In den Häfen Hamburg und Bremerhaven seien 2024 mehr als 12 Millionen Standardcontainer umgeschlagen worden. "Zippel bewegte im Hinterlandverkehr dieser Häfen nur einen Bruchteil dieser Ladung, überwiegend per Bahn", erklärte das Bundeskartellamt. Es sei also nicht zu erwarten, dass die Fusion den Zugang anderer Reedereien zu Speditionsdienstleistungen oder den Zugang anderer Spediteure zu Reedereikunden spürbar beeinträchtigt./klm/DP/men
ISIN DE000A0S8488
AXC0161 2026-02-20/15:21
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