ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax behauptet sich über 25.000 Punkten
Der Dax hat sich am Freitag
vorerst über 25.000 Punkten behauptet. Für eine weitere Annäherung
an das Rekordhoch von Mitte Januar bei gut 25.507 Punkten fehlten
dem Leitindex jedoch die Impulse. Zuletzt kam er mit 25.057 Punkten
auf ein knappes Plus von 0,05 Prozent. Unter dem Strich würde es
damit auf einen Wochenanstieg um 0,6 Prozent hinauslaufen.
Anleger wagten sich vor dem Wochenende nicht groß aus der Deckung
angesichts eines möglichen US-Angriffs auf den Iran und der unklaren
Folgen für die Weltwirtschaft. Die Verhandlungen um Irans
umstrittenes Atomprogramm gehen weiter. In dem Konflikt hat
US-Präsident Donald Trump für einen Deal eine Frist von bis zu 15
Tagen genannt. Das sei "so ziemlich das Maximum", sagte er an Bord
der Air Force One.
In der zweiten deutschen Börsenreihe legte der MDax
zuletzt 0,44 Prozent auf 31.618 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex
EuroStoxx 50 konnte außerdem um 0,30 Prozent auf
6.078 Zähler steigen. Er blieb damit auf Tuchfühlung zu einem
erneuten Rekord, der bei 6.107 Punkten liegt.
Am Freitag lieferten erste Konjunkturdaten auch keine richtigen
Impulse. Nachdem Erzeugerpreise aus Deutschland am Morgen mit einem
überraschend starken Rückgang aufgefallen waren, verliehen
Einkaufsmanagerindizes dem Markt keinen Schub. Laut der Landesbank
Helaba liegt der Fokus dann später noch auf der ersten Schätzung des
US-BIP-Wachstums im vierten Quartal.
Unternehmensseitig blieben einmal mehr Rüstungswerte im Fokus wegen
der Lage im Iran und dem Krieg in der Ukraine, für den weiterhin
kein Ende in Sicht ist. Rheinmetall konnten mit einem
Anstieg um 0,8 Prozent an ihre zuletzt zweitägige Erholung
anknüpfen. Rheinmetall erhielt zudem Aufträge für den Geschützturm
des Bundeswehr-Spähfahrzeugs Luchs 2.
Im Dax wurde ansonsten der Infineon -Kurs um die
anstehden Auszahlung der Dividende bereinigt.
Im MDax profitierten die Titel von Thyssenkrupp mit
mehr als drei Prozent Plus von einer Kaufempfehlung des
Investmenthauses Jefferies. Analyst Tommaso Castello begründete
diese mit dem Kursrückgang der Aktien seit Anfang Februar. Der
Experte hob allerdings auch seine diesjährige, operative
Ergebnisprognose an. Dank des Rückenwinds seitens der Politik und
der Restrukturierung sieht er Ergebnispotenzial im EU-Stahlgeschäft.
Gefragt waren auch die Aktien von Knorr-Bremse , die
mit einem Plus von 2,3 Prozent an ihren starken Vortag anknüpften.
Die jüngste Vorlage von Geschäftszahlen und -ausblick lieferte damit
weiter Rückenwind.
Der Favorit im SDax waren die Titel der Jost Werke
, die sich mit einem Anstieg um 2,8 Prozent auf 66,40
Euro ihrem Rekordhoch näherten. Nach den Resultaten, die der
Nutzfahrzeugzulieferer am Vortag präsentiert hatte, gab es
ermutigende Stimmen von Analysten, die ihre Kursziele erhöhten. Am
meisten Potenzial sieht dabei die Berenberg Bank mit ihrem Ziel von
jetzt 84 Euro./tih/mis