ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax sinkt nahe 25.000 - Iran-Krise belastet
Nach den klaren Vortagesgewinnen hat der
deutsche Aktienmarkt am Donnerstag den Rückwärtsgang eingelegt.
Belastungsfaktoren waren die steigende Gefahr eines Kriegs zwischen
dem Iran und den USA und einige negativ aufgenommene
Unternehmensbilanzen. Etwas getrübt wurde die Laune zudem von der
US-Notenbank, die im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung die Risiken
betonte, die von einer zu hohen Inflation ausgehen können. Zuletzt
hatte sich die Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed bereits nach
hinten verschoben.
Der Dax rutschte im späten Handel immer wieder unter
die viel beachtete Marke von 25.000 Punkten, konnte sich letztlich
aber knapp darüber halten und schloss mit einem Minus von 0,93
Prozent bei 25.043,57 Zählern. Tags zuvor war der deutsche Leitindex
zwischenzeitlich auf über 25.300 Punkte gestiegen und hatte den
höchsten Stand seit Mitte Januar erreicht. Der MDax
mit den mittelgroßen deutschen Werten verlor am Donnerstag 0,83
Prozent auf 31.479,01 Punkte.
Nach den jüngsten Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran
häufen sich Hinweise auf einen möglicherweise bald bevorstehenden
Krieg. Der US-Sender CBS News zitierte informierte Quellen, wonach
ranghohe nationale Sicherheitsbeamte Trump mitgeteilt hätten, dass
das Militär bereit sei, bereits am Samstag Angriffe auf den Iran
durchzuführen. Trump habe aber noch keine endgültige Entscheidung
über einen möglichen Angriff getroffen.
Am stärksten belastet wurde der Dax von massiven Kursverlusten der
Airbus-Aktie , die auf den tiefsten Stand seit Anfang
Dezember absackte und am Ende 6,7 Prozent einbüßte. Der
Produktionsausbau des Flugzeugbauers kommt weiterhin langsamer voran
als geplant. Analysten hatten mit mehr Flugzeugauslieferungen
gerechnet, als Airbus für 2026 in Aussicht stellte.
Eine Hochstufung von Morgan Stanley für Vonovia gab
den Papieren des Immobilienkonzerns Auftrieb. Sie gewannen unter den
besten Dax-Werten 1,6 Prozent.
Im MDax setzte eine Verkaufsempfehlung von UBS für Freenet
den Titeln des Mobilfunkanbieters zu. Das Minus von
mehr als 8 Prozent bedeutete das vorläufige Ende des jüngsten
Aufwärtsschwungs. Die Anteile der Fondsgesellschaft DWS
dagegen legten um 0,7 Prozent zu, hier riet UBS zum
Kauf.
Um 8,6 Prozent abwärts ging es für Flatexdegiro trotz
eines höheren Dividendenvorschlags. Die Dividendenrendite sei immer
noch niedrig, hieß es am Markt. Zudem liege die Gewinnprognose des
Online-Brokers für 2026 unter der Erwartung.
Zu den Jahreszahlen von Krones sagte ein Händler, sie
seien schwächer als befürchtet. Positiver äußerte er sich zum
Ausblick des Herstellers von Abfüllanlagen. Die Aktien gaben um 7,1
Prozent nach. Besser lief es für die Anteile von Knorr-Bremse
, die nach Geschäftszahlen um 4,2 Prozent
anzogen./edh/he