ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow stagniert - KI belastet Software-Branche
Die Sorgen über belastende Auswirkungen
Künstlicher Intelligenz in der Software-Branche haben die
US-Aktienmärkte am Dienstag im Zaum gehalten. Nach dem
feiertagsbedingt langen Wochenende beschloss der Dow Jones
Industrial den ersten Handelstag der Woche mit einem
Plus von 0,07 Prozent auf 49.533,19 Punkte. Die Aktien etlicher
Software-Anbieter gerieten unter die Räder.
Der technologielastige Nasdaq 100 fiel am Dienstag
auf den tiefsten Stand seit fast drei Monaten. Im Handelsverlauf
grenzte er das Minus auf 0,13 Prozent ein und schloss mit 24.701,60
Punkten. Der marktbreite S&P 500 ging mit plus 0,10
Prozent bei 6.843,22 Punkten aus dem Handel. Zuvor war der Index auf
den tiefsten Stand seit Mitte Dezember gerutscht.
Waren die Künstliche Intelligenz und die mit ihr verbundenen Chancen
der große Kurstreiber des vergangenen Jahres, so rücken nun die
möglichen Verlierer ihres Einsatzes immer stärker in den Blick.
"Neue KI-Agenten sind inzwischen in der Lage, softwarebezogene
Aufgaben zu übernehmen und gefährden damit den über Jahre
aufgebauten Wettbewerbsvorsprung vieler Softwareunternehmen",
schrieb Ann-Katrin Petersen vom Vermögensverwalter Blackrock. Der
Ausverkauf bei Softwareaktien verdeutliche, dass Anleger die
Beständigkeit einiger Geschäftsmodelle grundsätzlich neu bewerteten.
Auch am Dienstag litten Papiere der Software-Branche unter eben
dieser Neubewertung. Im Dow büßten Salesforce 2,9
Prozent ein und Microsoft 1,1 Prozent. Oracle verloren 3,9 Prozent.
Im Nasdaq 100 zählten Intuit , MongoDB ,
Crowdstrike , Cadence Design Systems
und Synopsys zu den Top-Verlierern mit Verlusten bis
zu 5,3 Prozent. Blackrock-Strategin Peterson sprach von
"schöpferischer Zerstörung" durch KI.
Unterdessen geht der Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner
Brothers in eine neue Runde. Der Konzern stimmte zu,
die Verhandlungen mit Paramount wieder aufzunehmen.
Tags zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf
Insider berichtet, dass bei Warner diskutiert wird, ob Paramount
einen besseren Deal bieten könnte als der Streaming-Anbieter Netflix
. Die Aktien von Warner und Paramount gewannen 2,7
beziehungsweise 4,9 Prozent. Netflix legten leicht zu.
Für die Papiere von Norwegian Cruise Line ging es um
gut 12 Prozent nach oben. Der aktivistische Investor Elliott
Investment Management hat einen Anteil von mehr als 10 Prozent an
dem Kreuzfahrtunternehmen aufgebaut und ist damit zu einem der
größten Aktionäre aufgestiegen. Der Hedgefonds will nun aktiv
Einfluss auf Strategie und Führung des Unternehmens nehmen.
Die Anteilscheine von Masimo schnellten um mehr als
ein Drittel auf knapp 175 Dollar nach oben. Der Hersteller von
Gesundheitsprodukten Danaher will das
Medizintechnikunternehmen für 180 Dollar je Aktie übernehmen. Damit
ist das Geschäft knapp 10 Milliarden Dollar schwer. Die Aktien von
Danaher fielen um 2,9 Prozent./bek/he