Ohne Impulse von der Wall Street präsentiert
sich der Dax am Dienstag im frühen Handel lustlos.
Der deutsche Leitindex gab zuletzt um 0,07 Prozent auf 24.784 Punkte
nach. Damit orientiert sich das Barometer wieder zurück in Richtung
der 50-Tage-Linie bei 24.646 Punkten. Dieses mittelfristige
Trendbarometer hatte er zuletzt einige Male nur mit Mühe verteidigt.
Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten sank
um 0,68 Prozent auf 31.153 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx
50 notierte prozentual fast unverändert.
In den USA war zu Wochenbeginn wegen eines Feiertages nicht
gehandelt worden. In Japan gab es beim Nikkei am Morgen weitere
Gewinnmitnahmen nach dem Rekord der Vorwoche. Chinas Börsen bleiben
wegen des dortigen Neujahrsfests noch geschlossen.
Im Dax scheinen sich Siemens von den
hohen Kursverlusten am Vortag, ausgelöst von KI-Sorgen, zunächst
nicht zu erholen. Die Papiere des Index-Schwergewichts gaben um 0,6
Prozent nach.
Für die Aktien des Softwareherstellers Teamviewer und
des Autozulieferers Aumovio ging es im MDax
um teils mehr als 4 Prozent bergab. Laut dem
Analysehaus Bernstein Research sind bei beiden Papieren die Risiken
durch Künstliche Intelligenz (KI) noch nicht eingepreist.
Im Nebenwerteindex SDax stehen Norma Group
und Ottobock nach Jahreszahlen im
Blick. Den Verbindungstechnik-Hersteller Norma belasteten eine
schwache Nachfrage und hohe Kosten. Die Anteile rutschten ebenso wie
jene des Prothesen-Spezialisten Ottobock am Index-Ende um annähernd
2,5 Prozent ab, während sich auf dem ersten Platz die Titel des
IT-Anbieters Cancom nach einer Empfehlung des
Analysehauses Cantor um gut 3 Prozent erholten./ajx/jha/