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Wiener Börse (Mittag) - ATX weitet Korrekturbewegung aus / Warten auf US-Inflationsdaten - Erste Group, voest und Verbund schwach, Do&Co weiter gesucht

Am Wiener Aktienmarkt hat sich der jüngste Rücksetzer am Freitag ausgeweitet. Zu Mittag notierte der ATX 1,60 Prozent tiefer bei 5.613,53 Punkten. Bereits am Vortag war dem Leitindex nach einem Rekordhoch im frühen Handel die Luft ausgegangen. Die anschließende Korrektur setzte sich nun fort, womit der ATX vom gestrigen Allzeithoch bereits mehr als dreieinhalb Prozent eingebüßt hat. Auf Wochensicht steuert der Leitindex damit auf ein Minus von rund einem Prozent zu.

Für den ATX Prime ging es am Freitag um 1,54 Prozent auf 2.794,50 Zähler hinab. Im europäischen Umfeld gestaltete sich das Geschäft verhalten. Schwache Vorgaben lieferten zudem die Börsen in den USA und Asien, wo einmal mehr KI-Sorgen auf viele Branchen durchgriffen. Am Berichtstag tendierten viele europäische Tech-Aktien aber erholt.

Wichtigstes Ereignis ist zum Wochenausklang die Veröffentlichung von Verbraucherpreisdaten in den USA am Nachmittag. "Die Inflation, auch die Kerninflation abseitig der Energie- und Nahrungsmittelpreise, war in den letzten Monaten deutlich zu hoch, um weitere Zinssenkungen der Fed zu ermöglichen", erklären die Ökonomen der Helaba. Mit den Jännerzahlen zeichne sich aber eine Entspannung ab.

Die Abgaben am heimischen Markt erfolgten auf breiter Basis. Belastet wurde der ATX insbesondere von Kursverlusten bei den Schwergewichten Erste Group und Verbund, die jeweils drei Prozent einbüßten.

voestalpine fielen in einem schwächeren Branchenumfeld um weitere drei Prozent von ihrem jüngsten Mehrjahreshoch ab. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge erwägt US-Präsident Donald Trump, einige Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zurückzufahren. Geplant sei, einige Artikel wieder von den Zöllen zu befreien und keine weiteren Produkte der Liste hinzuzufügen, so die FT unter Berufung auf Insider. Stattdessen sollten künftig gezielter einzelne Importwaren auf den Prüfstand gestellt werden.

Do&Co zogen dagegen um weitere 4,6 Prozent an. Bereits am Vortag waren die Titel nach gut aufgenommenen Zahlen aus ihrem seit Mitte Jänner bestehenden Abwärtstrend ausgebrochen.

spa/rst

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