Triebwerkhersteller Safran peilt deutlich mehr Gewinn in kommenden Jahren an
Der französische Triebwerkhersteller Safran
verspricht sich vom Rüstungsboom und der anziehenden
Nachfrage von Flugzeugbauern deutliche Gewinnsteigerungen in den
kommenden Jahren. In diesem Jahr sollte das bereinigte operative
Ergebnis bereits deutlich auf 6,1 bis 6,2 Milliarden Euro zulegen,
hieß es am Freitag vom Unternehmen in Paris. Vergangenes Jahr stieg
das Ergebnis bereits um gut ein Viertel auf 5,2 Milliarden Euro. Die
mittelfristigen Aussichten bis 2028 haben sich zudem gebessert, dann
sollen es 7 bis 7,5 Milliarden Euro sein. Bisher stand eine
Milliarde weniger im Plan von Unternehmenschef Olivier Andriès.
2026 geben weiter die sogenannten Leap-Triebwerke Schub, deren
Auslieferungen um 15 Prozent anziehen dürften. Sie kommen bei der
Boeing 737 Max und der Airbus-Modellfamilie
A320neo zum Einsatz. Der Umsatz mit Ersatzteilen
dürfte ebenfalls wachsen. So soll der Erlös insgesamt im niedrig
zweistelligen bis mittleren Zehnerprozentbereich zulegen. Der freie
Mittelzufluss wird wohl von 3,9 Milliarden auf 4,4 bis 4,6
Milliarden Euro anschwellen.
Das mittlere jährliche Umsatzplus von 2024 bis 2028 erwartet Safran
nun bei rund zehn Prozent statt im hohen einstelligen Bereich. Das
liegt vor allem am starken Ersatzteilgeschäft der zivilen Luftfahrt
und dem Schwung bei Rüstungsaufträgen - insbesondere wegen neuer
Bestellungen des französischen Kampfflugzeugs Rafale, das von
Dassault Aviation gebaut und von Safran-Triebwerken
angetrieben wird.
Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 12,5 Prozent auf 31,2
Milliarden Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn zog um 3,5
Prozent auf 3,2 Milliarden Euro an. Die Dividende soll 3,35 Euro
betragen nach 2,90 Euro ein Jahr zuvor./men/nas/jha/