Wadephul: Wollen das transatlantische Band stark halten
Außenminister Johann Wadephul betont angesichts der europakritischen Machtpolitik von US-Präsident Donald Trump Deutschlands Eintreten für eine auf Regeln beruhende internationale Ordnung. "In Zeiten globaler Umbrüche und Wiedererstarken von Machtpolitik ist politische Verlässlichkeit und Eintritt für eine stabile internationale Ordnung, die auf Regeln fußt, unser größtes Kapital", erklärte der CDU-Politiker vor der am Freitag beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz (MSC).
Wadephul erklärte zugleich, man wisse um die Unerlässlichkeit der transatlantischen Verortung Deutschlands und habe großes Vertrauen in diese. Er fügte hinzu: "Wir werden alles dafür tun, um das transatlantische Band stark zu halten." Zugleich arbeite die Bundesregierung aktiv daran, alte Partnerschaften zu festigen und neue Partner global zu gewinnen.
Mit Spannung wird erwartet, wie sich Kanzler Friedrich Merz (CDU) an diesem Freitag in seiner Rede zur Eröffnung des weltweit größten Expertentreffens zur Sicherheitspolitik mit Blick auf die Politik von Trump äußert. Eine Rede von US-Außenminister Marco Rubio, der in diesem Jahr die Regierungsdelegation aus Washington anführt, ist für Samstagvormittag geplant.
Wadephul: Militärische Stärke und Diplomatie Sicherheitsressourcen
In Zeiten zunehmender Krisen und Konflikte seien wachsende militärische Stärke und engagierte Diplomatie die wichtigsten Sicherheitsressourcen, sagte Wadephul. Grundlegende Richtschnur angesichts wachsender Unsicherheit sei die Besinnung auf Kerninteressen und -werte. Zwar wisse man um Europas Stärke - aber auch "um die notwendige gemeinsame Kraftanstrengung, angesichts der existenziellen Herausforderung unseres Kontinents durch Russland mehr Verantwortung für unsere Sicherheit zu tragen"./bk/DP/jha
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