ROUNDUP: Siemens erhöht Ergebnisprognose - Aktie auf Rekordhoch
Nach einem guten Start in das neue Geschäftsjahr
erhöht der Technologiekonzern Siemens
Die im Dax
Ein Experte sprach von einem starken Start ins Geschäftsjahr (per Ende September) bei guter Auftragslage. Die Resultate seien deutlich besser als erwartet ausgefallen, notierte Mark Fielding von der kanadischen Bank RBC. Die Analysten von Jefferies lobten dabei die bessere Entwicklung bei Digital Industries sowie dem Geschäft mit intelligenter Infrastruktur. Daniela Costa von Goldman Sachs geht davon aus, dass der Ergebniskonsens für das Gesamtjahr im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen dürfte.
Die für Siemens entscheidende Gewinnkennziffer - das Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten - soll 2025/26 auf 10,70 bis 11,10 Euro steigen, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Zuvor waren die Münchner von 10,40 bis 11 Euro ausgegangen. Der Umsatz soll dagegen weiterhin um sechs bis acht Prozent auf vergleichbarer Basis zulegen. Dabei ausgeklammert sind Währungs- und Portfolioeffekte. Siemens erwartet einen anhaltenden Gegenwind durch den starken Euro.
Im ersten Quartal profitierte Siemens von starken Zuwächsen im Digitalgeschäft, bei Smart Infrastructure sowie in der Zugsparte Mobility. Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich der Auftragseingang um zehn Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Dabei warb Siemens große Aufträge für Rechenzentren für Cloud- und KI-Infrastruktur, hauptsächlich in den USA, ein, wie Busch in einer Telefonkonferenz erläuterte. Er geht davon aus, dass der Boom dort anhalten wird. Digital Industries verzeichnete den Angaben zufolge sowohl im Automatisierungs- als auch im Softwaregeschäft ein prozentual zweistelliges Wachstum beim Neugeschäft. Der Auftragsbestand erreichte mit 120 Milliarden Euro einen Rekordstand.
Der Umsatz des Konzerns legte auf vergleichbarer Basis um acht Prozent auf 19,1 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis des industriellen Geschäfts stieg um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, was über den Erwartungen der Analysten lag. Stark verbessert zeigte sich dabei die Sparte Digital Industries, aber auch die anderen Kerngeschäfte konnten deutlich zulegen.
Unter dem Strich verdiente Siemens 2,2 Milliarden Euro, und damit 43 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, in dem der Konzern allerdings von dem milliardenschweren Verkauf der Antriebssparte Innomotics profitiert hatte. Das darum bereinigte Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten stieg von 2,22 auf 2,80 Euro.
Siemens setzt seit geraumer Zeit auf den Ausbau seines Digitalgeschäfts. Dazu tätigte der Konzern im vergangenen Jahr mit den US-Neuerwerbungen Altair und Dotmatics milliardenschwere Zukäufe. Diese sollen helfen, das Digitalgeschäft bis 2030 im Schnitt jährlich um 15 Prozent wachsen zu lassen und dessen Umsätze so von 9,4 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr zu verdoppeln, hatte der Konzern Ende des vergangenen Jahres an seinem Kapitalmarkttag angekündigt. Dazu will Siemens in den nächsten drei Jahren eine Milliarde Euro in seine KI-Angebote investieren. Vermehrt sollen dabei Gelder in die USA, China und Indien fließen.
Keine neuen Details gab es zur geplanten Abspaltung von Siemens
Healthineers
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AXC0112 2026-02-12/09:58
Relevante Links: Siemens AG, SAP SE, Siemens Healthineers AG