Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nähert sich wieder 25.000 Punkten
Der Dax dürfte seine
Vortagsverluste am Donnerstag mit einem freundlichen Start zunächst
ausgleichen. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor
dem Xetra-Start einen 0,5 Prozent höheren Auftakt bei 24.975
Punkten. Damit würde der deutsche Leitindex weiterhin im Kontakt
bleiben zur Marke von 25.000 Punkten, die in diesen Tagen im Fokus
steht.
Im Laufe der Woche hatte der Dax schon mehrmals vergeblich versucht,
die Tausendermarke nachhaltig zu überschreiten und einen Schritt hin
zum Rekord von 25.507 Punkten zu machen. Neue Impulse könnten von
der Berichtssaison ausgehen, die am Donnerstag in Deutschland
einiges zu bieten hat. Ausgewertet werden am Morgen unter anderem
die Zahlen von Siemens, Mercedes -Benz, der Deutschen
Börse und Thyssenkrupp .
Gespannt warten die Anleger außerdem auf Inflationszahlen, die am
Freitag in den USA auf der Agenda stehen. Diese sind der nächste
wichtige Aspekt, um den weiteren geldpolitischen Spielraum der
Notenbank Fed beurteilen zu können. Ein überraschend guter
US-Jobbericht hatte am Vortag für Gegenwind gesorgt. Nach Angaben
der Landesbank Helaba war er "ein zweischneidiges Schwert", weil mit
den Konjunktursorgen auch die Zinssenkungshoffnungen schwinden.
Im Dax bahnt sich am Donnerstag bei Einzelwerten Licht und Schatten
an. Die Aktien von Siemens näherten sich vorbörslich
mit einem Plus von fast drei Prozent dem Anfang Februar erreichten
Rekord von 266,25 Euro. Sie profitierten davon, dass der
Technologiekonzern nach einem guten Geschäftsjahresauftakt seine
Ergebnisprognose erhöhte. Phil Buller von JPMorgan sprach von
übertroffenen Auftrags-, Umsatz- und Margenerwartungen in den
wichtigen Sparten Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure
(SI).
Auf der Schattenseite steht dagegen der Autosektor wegen
Mercedes-Benz . Die Titel des Premium-Autobauers
sackten im Tradegate-Handel um mehr als fünf Prozent ab, nachdem die
Stuttgarter für das vergangene Jahr einen Gewinneinbruch vermeldet
hatten. Ein Händler sah das Abschneiden der Autosparte und deren
Margenziele in einem ersten Kommentar als Enttäuschung an. Die
Dividende werde derweil nicht so drastisch gekürzt wie gedacht, hieß
es.
Eher wenig bewegt zeigten sich die Papiere der Deutschen Börse
. Der Börsenbetreiber verdiente 2025 dank Übernahmen
und guter Geschäfte rund um Finanzmarkt-Produkte so viel wie noch
nie - und tütete daraufhin gleich die nächste Transaktion ein. Der
den Daten-, Analyse- und Indexanbieter ISS Stoxx soll jetzt
vollständig übernommen werden.
Bei Thyssenkrupp bahnt sich im MDax ein 2,5 Prozent
schwächerer Start an. Hohe Restrukturierungskosten für das
Stahlgeschäft führten bei dem Industriekonzern zu einem höheren
Verlust im ersten Geschäftsquartal. Ein schwacher Barmittelfluss
wurde in ersten Kommentaren als Belastung angesehen.
Schlechte Nachrichten kamen außerdem vom SDax
-Mitglied KWS Saat : Eine gekappte
Umsatzprognose wegen der gedämpften Lage am Agrarmarkt drückte die
Aktien des Saatgutherstellers vorbörslich mit mehr als vier Prozent
ins Minus./tih/mis