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Wiener Börse - ATX gewinnt deutliche 1,45 Prozent / Nach starken US-Arbeitsmarktdaten - BAWAG-Aktie nach Zahlenvorlage sehr fest

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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwoch nach der Veröffentlichung eines starken US-Arbeitsmarktberichtes mit klaren Zuwächsen aus dem Handel verabschiedet. Der heimische Leitindex ATX schloss mit plus 1,45 Prozent bei 5.807,55 Punkten.

In den USA wurden im Jänner überraschend deutlich mehr Stellen geschaffen, als von Volkswirten im Vorfeld erwartet. Zudem sank auch die Arbeitslosenquote in der weltgrößten Volkswirtschaft unerwartet. An der Wall Street und an den europäischen Leitbörsen gab es hingegen eine gemischte Tendenz zu sehen.

Am heimischen Aktienmarkt rückten mit Zahlenvorlagen voestalpine, BAWAG, Telekom Austria und EuroTeleSites in den Fokus. Die auffälligste Kursreaktion auf die Ergebnispräsentation absolvierte die BAWAG-Aktie mit plus 3,6 Prozent. Die Zukäufe in Deutschland und in den Niederlanden haben der Bank 2025 zu höheren Einnahmen und mehr Gewinn verholfen. Der Nettozinsertrag stieg um 40 Prozent auf 1,84 Mrd. Euro, der Provisionsüberschuss zog um 20 Prozent auf 370,6 Mio. Euro an. Der Nettogewinn legte um 13 Prozent auf 859,9 Mio. Euro zu. Für heuer erwartet die Bank eine weitere Steigerung beim Gewinn auf mehr als 960 Mio. Euro. Laut Einschätzung der Erste Group-Analysten meldete die BAWAG ein starkes Ergebnis im vierten Quartal und im Geschäftsjahr 2025, das die Unternehmensziele übertraf und leicht über den Markterwartungen lag.

voestalpine gewannen 2,2 Prozent. Die Umstrukturierung beim Stahl- und Technologiekonzern läuft. Trotz Autokrise und US-Zöllen legte der Gewinn nach Steuern in den ersten drei Quartalen 2025/26 um 25,1 Prozent auf 259 Mio. Euro zu. Der Umsatz sei aufgrund der umfangreichen Reorganisationsmaßnahmen im Jahresabstand um 5,1 Prozent auf 11,1 Mrd. zurückgegangen. Die Ergebnisse für das 3. Quartal 2025/26 lagen unter den Prognosen der Erste Group und den Markterwartungen.

Die A1 Telekom Austria hat im Vorjahr den Umsatz etwas gesteigert, aber beim Nettoergebnis einen kleinen Rückgang verzeichnet. Die Umsatzerlöse legten um 3 Prozent auf 5,577 Mrd. Euro zu, das EBITDA stieg um 2 Prozent auf 2,062 Mrd. Euro. Beim Betriebsergebnis (EBIT) verzeichnete der Konzern einen Rückgang um 1,1 Prozent auf 852 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein Ergebnis von 613 Mio. Euro - um 2,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Ergebnisse des 4. Quartals 2025 brachten nach Einschätzung der Erste Group-Experten keine großen Überraschungen. Die Telekom-Titel schlossen mit plus 0,8 Prozent.

EuroTeleSites erhöhten sich um 2,7 Prozent. Das Sendemastenunternehmen hat im Geschäftsjahr 2025 sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis etwas zugelegt. Der Umsatz stieg gegenüber dem Jahr zuvor um 3,7 Prozent auf 280,2 Mio. Euro. Das operative Ergebnis ging leicht auf 104,5 Mio. Euro zurück.

Der Flughafen Wien in Schwechat baut einen neuen Office Park für 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Vienna AirportCity. Vorstandsdirektor Günther Ofner bezifferte die Investitionen beim Spatenstich am Mittwoch mit 55 Mio. Euro. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen. Die Airport-Aktie büßte 2,5 Prozent ein.

OMV steigerten sich um starke 3,8 Prozent auf 55,30 Euro. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihre Einstufung für die Aktien des Öl-, Gas- und Chemieunternehmens auf "Buy" belassen. Auch das Kursziel wurde unverändert bei 53,0 Euro belassen.

ste/spa

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