WDH/ROUNDUP/Aktien New York: Jobdaten keine nachhaltige Stütze
(Tippfehler in Überschrift korrigiert)
NEW YORK (dpa-AFX) - Auf den ersten Blick solide Zahlen vom
US-Arbeitsmarkt haben am Mittwoch nur anfangs für verhaltenen
Optimismus an den New Yorker Börsen gesorgt. Die Beschäftigtenzahl
stieg in den Vereinigten Staaten im Januar deutlich stärker als
erwartet. Allerdings wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden
Vormonaten deutlich nach unten revidiert.
Der Dow Jones Industrial gab zuletzt seine Gewinne ab
und notierte prozentual unverändert bei 50.182 Punkten. Der
Leitindex hatte am Vortag seinen Rekord auf über 50.500 Zähler
weiter nach oben geschraubt, die Gewinne aber ebenfalls nicht halten
können. Vorne im Dow setzten am Mittwoch die Papiere des
Baumaschinenherstellers Caterpillar ihre Rekordrally
mit plus 3,3 Prozent fort.
Der von Tech-Schwergewichten dominierte Nasdaq 100
stand am Mittwoch zuletzt noch 0,12 Prozent höher bei 25.158
Punkten. Der marktbreite S&P 500 verbuchte ein Plus
von 0,08 Prozent auf 6.948 Zähler.
Ob die Wahrscheinlichkeit für weitere Zinssenkungen in den USA nach
den Jobdaten nun sinkt, darüber sind sich Marktbeobachter nicht ganz
einig. Die deutlich nach unten revidierte Zahl der beiden Vormonate
zeige, dass - außerhalb des Freizeit- und privaten Gesundheits-
sowie Staatssektors - die Wirtschaft eigentlich beständig Jobs
verloren habe, kommentierten die Ökonomen der niederländischen ING
Bank. Dies lege nahe, dass die Fed in diesem Jahr womöglich sogar
noch mehr als zwei von der ING derzeit prognostizierte Zinssenkungen
vornehmen könnte.
Vorbörslich sowie zum Start in den Handel noch deutlich im Plus,
rutschten die Aktien von Shopify schnell ins Minus
und verloren zuletzt 6,5 Prozent. Der Dienstleister für den
Online-Handel setzte hat im vierten Quartal mehr umgesetzt als
erwartet. Zudem winken den Anteilseignern Aktienrückkäufe in
Milliardenhöhe.
Die Aktien von Unity Software brachen um rund ein
Drittel ein. Schwache Prognosen des Software-Entwicklers für das
erste Quartal schürten Ängste vor einer zunehmenden Konkurrenz durch
Künstliche Intelligenz.
Die Anteile des Spielzeugriesen Mattel sackten nach
einem schlechter als erwartet ausgefallenen US-Weihnachtsgeschäft um
27 Prozent ab. Mattel gehören Marken wie Barbie und Hot Wheels.
Für die Aktien von Robinhood Markets ging es um fast
12 Prozent in den Keller. Der scharfe Kursverfall von Bitcoin und
anderen Kryptowährungen verhagelte dem Broker im vierten Quartal das
Geschäft.
Die Titel von Kraft Heinz büßten mehr als 2 Prozent
ein. Der Lebensmittelkonzern legt die Aufspaltung in zwei
börsengelistete Unternehmen auf Eis. Das Unternehmen investiert
stattdessen in Forschung und Entwicklung sowie Vermarktung./ajx/he