Aktien Frankfurt Ausblick: Dax weiter an der 25.000-Punkte-Hürde
Der Dax versucht sich auch am
Mittwoch am Ausbruch über die Charthürde von 25.000 Punkten. Das
Vortagshoch von 25.075 Punkten und das Vorwochenhoch bei knapp
25.100 Zählern wären dann die nächsten wichtigen Zielmarken. Der
X-Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start
einen 0,1 Prozent höheren Auftakt bei 25.021 Punkten.
Bislang fehlt den Anlegern über der Dax-Marke von 25.000 Punkten die
Bereitschaft, nachzukaufen. Sie sind in Lauerstellung vor dem
US-Arbeitsmarktbericht, der am Nachmittag mitteleuropäischer Zeit
veröffentlicht wird. Vor diesem fehlt auch der Schwung von den
US-Börsen: Auch wenn der Dow Jones Industrial am
Vortag seine Rekordjagd fortsetzen konnte, blieb am Ende von den
Kursgewinnen des US-Leitindex kaum etwas übrig.
"Die US-Arbeitsmarktdaten für den Januar sind so etwas wie die Zahl
der Woche für die Börsen", schrieb am Morgen der Marktbeobachter
Thomas Altmann von QC Partners. Nach einigen enttäuschenden
Berichten werde jetzt eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau
erwartet. Sollte er sich weiter abschwächen, könne dies "den
demnächst scheidenden Fed-Präsidenten Jerome Powell noch einmal
unter politischen Druck bringen."
In puncto Unternehmensberichte ist am Mittwoch in Deutschland wieder
einiges los. Aus dem Dax konnte die Commerzbank nach
den vortags bereits veröffentlichten Eckdaten zunächst nicht damit
punkten, dass sich das Finanzinstitut für 2026 mehr als 3,2
Milliarden Euro Gewinn vornimmt. Analysten hatten im Schnitt noch
mehr erwartet und so sank der Kurs vorbörslich um fast ein Prozent.
Siemens Energy sind dagegen gefragt. Sie steuern auf
ihren nächsten Rekord zu und legten dabei auf der Plattform
Tradegate um mehr als fünf Prozent zu. Der Energietechnikkonzern
profitierte im ersten Geschäftsquartal weiter von einer hohen
Stromnachfrage. Stark zeigte sich das rekordhohe Neugeschäft.
Resultate gab es in der zweiten und dritten Reihe noch von den
Unternehmen TKMS , Thyssenkrupp Nucera ,
Schott Pharma , Douglas und Wacker Neuson
auszuwerten - teils mit vorbörslich positiven
Kursreaktionen.
Titel von Wacker Chemie , der Verve Group
und Verbio wurden im Tradegate-Handel
von Kaufempfehlungen durch Analysten gestützt.
Für negative Schlagzeilen sorgte Gerresheimer : Die
Tatsache, dass der Geschäftsbericht für das Jahr 2025 wegen weiterem
Anpassungsbedarf erneut aufgeschoben wird, ließ den Kurs vorbörslich
um 16 Prozent einbrechen. Der Verpackungshersteller beauftragte
weitere Untersuchungen durch eine zweite
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Unsicherheit darüber überwog
den parallel veröffentlichten Ausblick auf das neue
Geschäftsjahr./tih/mis