ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderat schwächer - Einzelwerte deutlicher bewegt
Die Anleger an Europas Aktienmärkten
haben sich am Dienstag eher zurückgehalten. Bei einzelnen Aktien gab
es nach Unternehmenszahlen mitunter deutlichere Bewegungen.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg im Verlauf
mit gut 6.078 Punkten auf ein Rekordhoch, aus dem Handel ging der
Eurozonen-Leitindex aber mit minus 0,20 Prozent auf 6.047,06 Punkte.
Außerhalb der Eurozone sank der britische Leitindex FTSE 100
um 0,31 Prozent auf 10.353,84 Zähler. Der
schweizerische SMI schloss prozentual unverändert bei
13.518,22 Punkten.
Bei Einzelwerten stachen hohe Kursgewinne für Ferrari
nach Quartalszahlen hervor. Die italienische Sportauto-Schmiede
erwirtschaftete im Schlussquartal deutlich mehr Gewinn als gedacht.
Im neuen Jahr erwartet der Konzern eine ähnlich profitable
Entwicklung. Das vierte Quartal sei höchst ermutigend verlaufen,
schrieb Stephen Reitman von Bernstein Research. Die Aktien gewannen
über 10 Prozent.
Mit Erleichterung und einem Kurszuwachs von fast 11 Prozent
reagierten Anleger auf das Zahlenwerk des Luxusgüterherstellers
Kering . Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank
sieht die Franzosen am Beginn einer mehrjährigen Erholung. Darauf
deute die solide Verbesserung im vierten Quartal im Vergleich zum
dritten Jahresviertel hin.
Die Aktien von Philips legten um 11,8 Prozent zu. Die
Analysten von JPMorgan sprachen von besser als erwartet
ausgefallenen Zahlen für das vierte Quartal. Nach Ansicht der
Experten des Investmenthauses Jefferies überzeugten zudem die
Ausblicke für 2026 und für 2028.
Frohe Kunde gab es auch von Astrazeneca . Der
Pharmakonzern stellt sich nach einem schwungvollen Jahr auf weiteres
Wachstum ein und will zugleich mehr verdienen. Die Aktien gewannen 2
Prozent.
Chemiewerte zogen an. Analystin Georgina Fraser von Goldman Sachs
ist zuversichtlicher für den Sektor geworden. Die Stimmung sei zwar
noch schlecht, aber es gebe erste Anzeichen einer
Wirtschaftsbelebung. Sie erhöhte unter anderem das Kursziel für BASF
. Die Aktien kletterte um 4,6 Prozent hoch.
Nicht gut kam dagegen der Quartalsbericht von BP an.
Der britische Ölkonzern verschärft seine Kostensparmaßnahmen und
kauft vorerst keine weiteren Aktien zurück. Da war es nur ein
schwacher Trost, dass die Ergebnisse den Erwartungen entsprachen.
Die Aktien sank um mehr als 6 Prozent./ajx/he