Wiener Börse (Mittag) - ATX mit leichten Abgaben / ams-Osram im Anlegerfokus - Österreichs Industriekonjunktur weiter zurückhaltend
Der Handel am Wiener Aktienmarkt hat den ATX im Verlauf weiter im Minus gehalten. Zu Mittag notierte der Leitindex mit einem Minus von 0,06 Prozent bei 5.750,13 Punkten knapp im negativen Bereich. Der ATX Prime fiel ebenso um leichte 0,04 Prozent auf 2.855,91 Zähler. An den europäischen Leitbörsen zeigte sich ein uneinheitliches Bild.
Im Mittelpunkt steht heute der steirisch-deutsche Elektronikkonzern ams-Osram, der an der schweizerischen Börse notiert ist. ams-Osram hat das Geschäftsjahr 2025 erneut mit roten Zahlen abgeschlossen, den Verlust aber massiv eingedämmt. Gleichzeitig kündigte der Konzern am Dienstag ein neues Sparprogramm an: Unter dem Titel "Simplify" sollen bis 2028 weitere 200 Mio. Euro eingespart werden. Davon sind rund 2.000 Beschäftigte betroffen, etwa die Hälfte davon in Europa. Österreich bleibt davon verschont, versichert Konzernchef Aldo Kamper. ams-Osram bauten 0,7 Prozent ab, nachdem der Zuwachs zwischenzeitlich bereits bei neun Prozent gelegen war.
Industriewerte zeigten sich heute uneinheitlich. An der Spitze des ATX Prime-Segments lagen zu Mittag Zumtobel, Mayr-Melnhof und Wienerberger mit plus 2,4, plus 2,1 bzw. ebenfalls 2,1 Prozent. Die größten Abgaben verbuchte aber ebenfalls ein Industriepapier. Polytec verloren bereits 5,7 Prozent.
Aber auch am anderen Ende fand sich mit Polytec mit minus 8,1 Prozent ein Industriepapier. Ebenso gab das Schwergewicht voestalpine 0,8 Prozent ab.
Für Österreich meldet das Wifo, dass die Industriekonjunktur weiter schwach bleibt, obwohl die zweijährige Rezessionsphase vorbei ist. In der schwächelnden Industrie hat sich die Stimmung laut Wifo-Konjunkturtest vom Jänner nach dreimaliger leichter Besserung zuletzt sogar wieder eingetrübt. Grund sei die schwache Nachfrage nach heimischen Exportgütern, die auch von US-Zöllen gedämpft wird. Erholungssignale kommen indes vom Arbeitsmarkt.
International liegt heute der Fokus vor allem auf den Daten zum US-Einzelhandelsumsatz im Dezember. Der Arbeitskostenindex des vierten Quartals wird dagegen wohl kaum für Markteinfluss sorgen, meinen die Experten der Helaba.
moe/mik
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