Mehr Menschen setzen bei Altersvorsorge auf Wertpapiere
Anleger haben im dritten Jahr in Folge mehr Geld in Fonds gesteckt und der Branche in Deutschland ein weiteres Rekordjahr beschert. 4.851 Milliarden Euro verwalteten Fondsgesellschaften hierzulande Ende 2025. Das waren - auch dank Kursgewinnen - rund 8,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Branchenverband BVI mitteilte.
Fast die Hälfte der gewaltigen Summe steckt in Spezialfonds, in die institutionelle Investoren wie Versicherer und Pensionskassen anlegen. Aber auch Privatleute investierten frische Gelder in Aktienfonds und ETFs. "Die Fondsbranche verbuchte bei Publikumsfonds das beste Neugeschäft seit 2021", bilanzierte der Präsident des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI), Matthias Liermann.
Publikumsfonds, die sich an breitere Anlegerschichten richten, sammelten unter dem Strich 86 Milliarden Euro neue Gelder ein. 2026 habe sich dieser Trend mit einem positiven Jahresstart fortgesetzt, schilderte der Verband mit Sitz in Frankfurt. Liermanns Fazit: "Immer mehr Menschen erkennen, dass Wertpapiere ein zentraler Baustein für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge sind."
Altersvorsorge mit Hilfe der Börse
Auch bei der Reform des Rentensystems fordert die Branche mehr Offenheit für die Finanzmärkte. BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter sagt: "In der gesetzlichen Rente ist der Einstieg in die Kapitaldeckung notwendig, um die wachsende Abhängigkeit des Rentensystems von Steuerzuschüssen mittelfristig zu verringern."
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte jüngst beim Neujahrsempfang der
Deutsche Börse
"Wir haben es im Koalitionsvertrag bereits beschlossen und wir werden daraus eine vernünftige Reform im Laufe des Jahres machen, die genau an dieser Stelle ansetzt, nämlich eine Stärkung der kapitalgedeckten privaten und betrieblichen Altersversorgung", hatte Merz gesagt./ben/DP/zb
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