Devisen: Euro steigt über 1,19 US-Dollar
Der Kurs des Euro
Für Druck auf den Dollar sorgte eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach chinesische Beamte die Banken des Landes aufgefordert haben, den Kauf von US-Staatsanleihen zu begrenzen. Wie es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen weiter hieß, sollen Finanzinstitute mit hohem Engagement in Staatspapiere der Vereinigten Staaten angewiesen worden sein, ihre Positionen abzubauen. Damit würde die Nachfrage nach den als sicher geltenden Treasuries sinken, worunter dann auch die US-Währung leidet.
Gestützt wurde der Euro auch durch Konjunkturdaten aus der Eurozone. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg im Februar stärker als erwartet. Damit verbesserte sich der Konjunkturindikator zum dritten Mal in Folge. Sentix sprach von einem weiteren Silberstreif am Horizont und urteilte: "Eine Aufschwungphase dürfte damit begonnen haben."
Nach dem deutlichen Wahlsieg von Japans neuer nationalkonservativer Ministerpräsidentin Sanae Takaichi legte der Yen zum Dollar etwas zu. Als erste japanische Partei seit dem Zweiten Weltkrieg gewannen die Liberaldemokraten bei der Wahl zum Unterhaus mehr als zwei Drittel der Sitze in der mächtigen Parlamentskammer. Der überragende Sieg verschafft der rechtsgerichteten Regierungschefin enorme Macht.
Neben einer expansiveren Haushaltspolitik sei Takaichi auch eine Verfechterin einer lockereren Geldpolitik zur Unterstützung der japanischen Exportwirtschaft über einen schwächeren Yen, kommentierte DWS-Fondsmanagerin Lilian Haag. "Allerdings hat Finanzministerin Satsuki Katayama zuletzt auch durch eine Intervention der Bank of Japan deutlich gemacht, dass sie einen Wechselkurs von über 160 Yen zum Dollar für nicht tragbar hält."/jsl/he/ajx/he
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