ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne dank Wall Street und Japans Börse
Europas Aktienmärkte haben zum
Wochenauftakt zugelegt und vom fortgesetzten Rekordlauf an der New
Yorker Wall Street profitiert. Außerdem sorgten satte Gewinne an der
japanischen Börse für gute Stimmung. Dort errang unter Führung der
nationalkonservativen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi Japan
Regierungspartei, die Liberaldemokratische Partei, einen
überragenden Wahlsieg, der ihr enorme Macht verleiht.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 stieg am Montag
um 1,01 Prozent auf 6.059,01 Zähler. Außerhalb der Euroregion legten
der schweizerische SMI um 0,11 Prozent auf 13.517,73
Punkte und der britische Leitindex FTSE 100 um 0,16
Prozent auf 10.386,23 Punkte zu.
Wichtige Konjunkturdaten stehen erst im Verlauf der Woche auf der
Agenda und kommen dann vor allem aus den Vereinigten Staaten. In
Europa geht der Blick insbesondere in Richtung der Unternehmen, denn
von dort wird eine Flut von Quartalszahlen und Ausblicken auf das
angelaufene Jahr erwartet.
Die Aktien von Unicredit waren mit einem Aufschlag
von 6,4 Prozent stärkster Wert im EuroStoxx. Hintergrund waren
starke Gewinnziele bis 2030 sowie Ausschüttungspläne der
italienischen Großbank. Die Aktien sind damit zurück auf dem
höchsten Stand seit 2009.
Adyen stiegen um 4,6 Prozent und waren zweitstärkster
Wert. Der Zahlungsabwickler weitet seine Partnerschaft mit dem
US-Fahrdienstleister Uber aus. Dabei geht es laut
Mitteilung darum, dessen Zahlungsabwicklung in weiteren Ländern zu
unterstützen.
In Paris ging es für STMicro um knapp 10 Prozent nach
oben, womit die Papiere wieder auf dem höchsten Stand seit Juli 2025
sind. Der Chiphersteller hat vom Tech- und Handelsriesen Amazon
milliardenschwere Bestellung erhalten. STMicro soll
in den kommenden Jahren verschiedene Halbleiter für Amazons
Cloudgeschäft AWS liefern.
Novo Nordisk erholten sich weiter und stiegen um 5,3
Prozent. Das US-Telemedizinunternehmen Hims & Hers
zog seine Nachahmer-Kopie der Abnehmpille Wegovy des dänischen
Diabetesspezialisten zurück. Die Konkurrenz durch eine günstigere
Pille sei damit vom Tisch, sagte Analyst James Gordon von der
Barclays Bank.
DSM-Firmenich büßten 5,3 Prozent ein. Dessen
Wettbewerber Givaudan und Symrise
wurden in Mitleidenschaft gezogen. Der Verkauf der
Tiernahrungssparte durch den Aromenhersteller DSM-Firmenich an CVC
Capital Partners kam nicht gut am Markt an. Analysten verwiesen auf
eine enttäuschende Bewertung der Sparte, die einen Verkaufspreis von
2,2 Milliarden Euro erzielt hatte. Givaudan und Symrise gaben um
jeweils mehr als ein Prozent nach./ck/he