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Wiener Börse - ATX mit Rekordhoch zum Wochenstart / Sentix-Konjunkturindikator stark verbessert - AT&S legt um 3,77 Prozent zu - Auch Bankenwerte gesucht

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Der Wiener Aktienmarkt hat sich zum Wochenstart mit einem neuen Rekordhoch aus dem Handel verabschiedet. Der ATX schloss am Montag mit einem Plus von 1,55 Prozent auf 5.753,52 Punkte. Zwischenzeitlich stieg der heimische Leitindex sogar auf 5.760,74 Zähler. Der ATX Prime legte um 1,55 Prozent auf 2.857,28 Einheiten zu. Auch die europäischen Leitbörsen zeigten sich mit Gewinnen.

In der Eurozone hat sich die Bewertung der konjunkturellen Entwicklung durch Finanzmarktexperten überraschend stark verbessert. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg im Februar um 6 Punkte auf plus 4,2 Punkte, wie Sentix am Montag in Limburg mitteilte. Analysen hatten nach dem leicht negativen Wert im Jänner 0,0 Punkte erwartet. Sentix sprach von einem weiteren Silberstreif am Horizont und urteilte: "Eine Aufschwungphase dürfte damit begonnen haben.

Gestützt wurde der ATX von AT&S. Der steirische Halbleiterhersteller legte um 3,77 Prozent zu. Gesucht waren auch die schwer gewichteten Bankenwerte. Die Raiffeisen Bank International (RBI) gewann 3 Prozent, die Erste Group 2,24 Prozent und die BAWAG 1,54 Prozent.

Die Vienna Insurance Group hat über ihre ukrainische Tochter Kniazha mit Unterstützung der staatlichen US-Entwicklungsgesellschaft DFC ihr Angebot an Versicherungen gegen Kriegsrisiken ausgeweitet. Wie die VIG am Montag mitteilte, wurde dazu ein Rückversicherungsvertrag mit der International Development Finance Corporation (DFC) geschlossen. Ziel sei es, Sachwerte von Firmen und Privatleuten gegen die Folgen des Krieges abzusichern. Die VIG-Aktie stieg um 3,02 Prozent.

Auch die Bauwerte konnten zulegen. Die Porr gewann 2,73 Prozent, die Strabag 2,44 Prozent.

Andritz verbuchte ein Plus von 2,69 Prozent bei einem Kurs von 72,60 Euro. UBS und Deutsche Bank hatten ihr Kursziel für den steirischen Anlagenbauer auf 80 bzw. 86 Euro erhöht.

Zu den Gewinnern des Tages im Prime Market gehörten auch RHI Magnesita (plus 4,29 Prozent) und Zumtobel (3,74 Prozent).

Die Analysten der Berenberg Bank bestätigten ihre Kaufempfehlung "Buy" und das Kursziel von 250 Euro für die Aktien der heimischen Do&Co. "Die Positionierung als Premiumanbieter in ihren Endmärkten hat sich für das Unternehmen bewährt, und wir gehen davon aus, dass dies auch weiterhin so bleiben wird.", sagte der Analyst Christoph Greulich. Die Werte von Do&Co fielen allerdings um 2,32 Prozent auf 194 Euro.

Die Analysten der Baader Bank nahmen ihre Empfehlung für die Aktien des heimischen Automobilzulieferers Polytec deutlich von "Buy" auf "Sell" zurück. Der zuständige Experte Martin Schnee errechnete zudem ein Kursziel auf 6-Monatssicht von 2,25 Euro. Die Polytec-Titel verloren 3,10 Prozent auf 4,07 Euro.

Hinunter ging es auch für Lenzing (minus 1,99 Prozent), Verbund (minus 1,38 Prozent) und CPI Europe (minus 1,25 Prozent).

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