ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax wieder über 25.000 Punkten
Die am Freitag gestartete Erholung hat den Dax
wieder über 25.000 Punkte katapultiert. Ein kräftiger
Kurssprung an Japans Börse und ein Rekordhoch an der Wall Street
sorgten für Zuversicht auch an den europäischen Aktienmärkten.
Der deutsche Leitindex ging am Montag mit einem Plus von 1,19
Prozent auf 25.014,87 Punkten aus dem Tag. Der MDax
der mittelgroßen Werte gewann 0,96 Prozent auf 31.965,87 Zähler und
der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 1,01
Prozent auf 6.059,01 Zähler vor. In der Schweiz und Großbritannien
legten die wichtigsten Indizes nur leicht zu. In den USA setzte der
Dow Jones Industrial seine Rekordrally über 50.000
Punkte fort und auch die technologielastigen Nasdaq-Indizes legten
zum europäischen Börsenschluss zu.
Im Januar war das deutsche Börsenbarometer mit etwas über 25.500
Punkten auf den höchsten Stand in seiner Geschichte geklettert. Dann
hatten neue zoll- und geopolitische Sorgen sowie aufkommende
Bedenken in puncto Wettbewerb durch Künstliche Intelligenz (KI) für
einige Branchen sowie hohe KI-Investitionen belastet. Entscheidend
für den weiteren Dax-Verlauf sind laut Marktbeobachter Jochen Stanzl
von Consors Bank nun vor allem die am Mittwoch erwarteten
US-Arbeitsmarktdaten für Januar sowie der US-Inflationsbericht am
Freitag.
Spitzenreiter im Dax waren die Aktien von Commerzbank
mit plus 4,2 Prozent. Auftrieb kam durch Unicredit ,
die eine hohe Beteiligung an der Commerzbank aufgebaut hat und nach
wie vor an einer Übernahme interessiert ist. Die Italiener meldeten
starke Gewinnziele bis 2030 und kündigten Milliardenausschüttungen
an ihre Aktionäre an.
SAP knüpften als eines der Dax-Schwergewichte mit
plus 2,2 Prozent an ihre Erholung vom jüngsten Tief seit Anfang 2024
an. Die Experten von Index-Radar sprachen mit Blick auf
Software-Aktien im Allgemeinen von einer Entlastung. Es habe zuletzt
deutliche Anzeichen einer technischen Überreaktion auf die Sorge
gegeben, dass KI Geschäftsmodelle gefährden könnte, hieß es.
Nach den jüngsten Gewinnmitnahmen setzten Anleger auch wieder auf
Rüstungswerte. Rheinmetall stützten den Dax mit einem
Anstieg um 2,8 Prozent, während Renk im MDax nach
einer Kaufempfehlung von Warburg Research 5,7 Prozent gewannen.
Trotz der Gespräche über einen Waffenstillstand in der Ukraine
werden Experten nicht müde zu betonen, dass Rücksetzer neue
Kaufchancen eröffnen.
Angetrieben von einer Kaufempfehlung durch die schweizerische Bank
UBS erholten sich die Titel von Scout24 um 1,2
Prozent von ihrem tiefsten Stand seit September 2024. Ähnlich wie
bei SAP hatte sich der Abverkauf bei dem Online-Portalbetreiber
zuletzt wegen KI-Sorgen verschärft. UBS-Analyst Jo Barnet-Lamb
schrieb nun, das Unternehmen rage mit Blick auf KI positiv heraus.
Im MDax waren die Aktien von Delivery Hero und
Bechtle die schwächsten Werte. Die Titel des
Essenlieferdienstes verloren 7,4 Prozent. Laut der
Nachrichtenagentur Ansa hat die spanische Tochter Glovo mit ihrer
Lieferfirma Foodinho in Italien Probleme mit der Justiz.
Bechtle büßten 4,8 Prozent ein und knüpften an ihre jüngste Talfahrt
nach den enttäuschenden Jahreszielen des IT-Dienstleisters vom
Freitag an. Die Kursgewinne der Aktien seit Mitte November sind so
gut wie aufgezehrt./ck/he