, dpa-AFX

Etwas weniger Mitglieder bei Verdi

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat im vergangenen Jahr erneut Mitglieder verloren. Die nach der IG Metall zweitgrößte deutsche Gewerkschaft zählte Ende 2025 rund 1,87 Millionen Mitglieder, wie Verdi in Berlin mitteilte. Das entspreche einem Rückgang von 1,84 Prozent. Verdi-Chef Frank Werneke sagte, seine Organisation sei "mittendrin in der Babyboomer-Welle". Starke Jahrgänge befänden sich im Übergang zwischen Beruf und Ruhestand.

131.621 Eintritten standen demnach vergangenes Jahr 166.400 Austritte, Todesfälle und sonstigen Abgänge gegenüber. Vor allem die bundesweiten Tarifrunden im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen und bei der Deutschen Post hätten im vergangenen Jahr zusätzliche Mitglieder zu Verdi gebracht - vor allem jüngere, wie Werneke sagte. Beim öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes war Verdi unter anderem mit Warnstreiks im Nahverkehr, bei der Müllentsorgung und bei Kitas für mehr Einkommen eingetreten. Rund 39.000 junge Menschen unter 28 Jahren seien 2025 bei Verdi eingetreten.

Bereits 2024 hatte Verdi im Vergleich zum Vorjahr Mitglieder eingebüßt. 2023 hatte die Gewerkschaft einen Zuwachs verzeichnet und zählte fast 1,9 Millionen Mitglieder. Verdi ist eine von acht beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammengeschlossenen Gewerkschaften mit insgesamt rund 5,6 Millionen Mitgliedern./bw/DP/stw

AXC0155 2026-02-06/14:34

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.