Telekom nimmt große KI-Fabrik in München in Betrieb
Die Deutsche Telekom
Klingbeil: "Wichtiger Pflock"
Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) nannte das Großprojekt als ein Beispiel dafür, dass inzwischen in Deutschland auch die privaten Investitionen angelaufen seien. "Hier wurde ein wichtiger Pflock für das deutsche und europäische KI-Ökosystem gesetzt". Davon profitierten nicht nur innovative Unternehmen, das Projekt stärke auch die digitale Souveränität.
Für das große Rechenzentrum wurden 10.000 Grafikprozessoren von
Nvidia angeschafft, die vor allem KI-Anfragen aus Unternehmen in der
Umgebung bearbeiten sollen. Gemeinsam mit dem Softwarekonzern SAP
stellt die Telekom einen sogenannten Deutschland-Stack bereit.
Dieser besteht aus Anwendungen Künstlicher Intelligenz, bei denen
die Daten besonders stark gesichert werden. Die Telekom reagiert
damit auf Bedenken innerhalb der deutschen Wirtschaft oder bei
Behörden, die bei besonders heiklen Daten nicht von den großen
amerikanischen Tech-Konzernen wie Amazon
Kunden sind Großkonzerne und Start-ups
Zu den ersten Kunden und Partnern gehören unter anderem die Siemens
Die KI-Fabrik ist mit den bisherigen Kunden bereits über ein Drittel ausgelastet. "Wir schaffen mit deutschen Daten und deutschem Wissen die KI-Modelle der physikalischen Kl für Groß- & Mittelstandskunden und Start-ups", sagte Ferri Abolhassan, CEO der Telekom-Tochter T-Systems. Zur Kundschaft gehöre auch die Wissenschaft. Eines der ersten Großprojekte der KI-Fabrik sei das Forschungsprojekt SOOFI (Sovereign Open Source Foundation Models). Die Leibniz Universität Hannover hat der Telekom einen Auftrag erteilt, um die technische Infrastruktur für die Entwicklung eines neuen europäischen Large Language Models (LLM) bereitzustellen.
Strom aus erneuerbaren Quellen
Das Rechenzentrum im wiederbelebten Tucherpark aus den Sechzigerjahren wird nach Angaben der Telekom vollständig aus erneuerbaren Energien betrieben. "Es ist auf höchste Energieeffizienz ausgelegt", erklärte das Unternehmen. Die Abwärme werde in Zukunft das gesamte Quartier mit Wärme versorgen. Ein modernes Kühlkonzept setze auf Kühlung des Rechenzentrums durch Wasser des nahegelegenen Eisbaches./chd/DP/mis
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AXC0191 2026-02-04/14:25
Relevante Links: Deutsche Telekom AG, SAP SE, Siemens AG, Amazon.com Inc., Microsoft Corp., Alphabet Inc., NVIDIA Corporation