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Devisen: Euro stabilisiert sich bei 1,18 US-Dollar

Der Euro hat sich am Dienstag bei 1,18 US-Dollar stabilisiert. Am Freitag und Montag war der Euro noch deutlich unter Druck geraten. Am Dienstagnachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1808 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1801 (Montag: 1,1840) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8473 (0,8445) Euro.

Belastet wurde der Euro durch eine unerwartet niedrige Inflationsrate in Frankreich. Die Jahresrate sank im Januar von 0,7 Prozent im Vormonat auf 0,4 Prozent. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 0,6 Prozent gerechnet. Die französische Inflationsrate liegt damit deutlich unter dem Niveau anderer Länder der Eurozone. Die EZB strebt für den gesamten Währungsraum auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent an. Es wird an den Märkten erwartet, dass die EZB an diesem Donnerstag und auch auf absehbare Zeit den Leitzins nicht senken wird.

Seit der Nominierung von Kevin Warsh für die Nachfolge als Präsident der US-Notenbank Fed am Freitag hat der Dollar Auftrieb erhalten, während der Euro im Gegenzug unter Druck geriet. Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump schürte an den Märkten Zweifel, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten kommen wird. Warsh galt lange als geldpolitischer Falke, hat sich also tendenziell für höhere Zinsen eingesetzt. Zuletzt hat er sich aber für Leitzinssenkungen ausgesprochen. Vor der Nominierung von Warsh war der Euro in der vergangenen Woche noch über 1,20 Dollar gestiegen.

Die fundamentalen Bedingungen am Devisenmarkt haben sich laut Michael Pfister, Devisenexperte bei der Commerzbank, jedoch nicht geändert. "Die Korrektur an den Märkten ging weder mit einer ausgeprägten Bewegung bei den marktbasierten Inflationserwartungen noch mit groß veränderten Zinserwartungen einher", heißt es in einem Kommentar. "Es scheint eher ein stimmungsbasierter Umschwung gewesen zu sein und noch sind sich die Marktteilnehmer unsicher, was sie aus der Nominierung genau machen sollen."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86230 (0,86580) britische Pfund, 183,92 (183,59) japanische Yen und 0,9173 (0,9199) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.923 Dollar. Das waren etwa 259 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he

 ISIN  EU0009652759

AXC0223 2026-02-03/17:05

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