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Wiener Börse am Vormittag mit Zuwächsen - ATX plus 0,8 Prozent / Internationale Börsen ebenfalls im Plus - RBI, Erste, Frequentis und AT&S ziehen die Blicke auf sich

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Der Wiener Aktienmarkt zeigt sich nach starkem Start am Vormittag weiterhin fest. Der Leitindex ATX legte 0,81 Prozent auf 5.704 Punkte, der ATX Prime erhöhte um 0,79 Prozent auf 2.828 Zähler. Die wichtigsten Europabörsen starteten mit Gewinnen, tendierten aber im Verlauf unterschiedlich. Der steirische Halbleiterhersteller AT&S präsentierte heute gute Umsatzzahlen, was ihn zum Topperformer im ATX prime machte.

Datenseitig wird es heute laut Experten ein eher ruhigen Tag geben. Von Interesse könnten laut Helaba die Umfrageergebnisse des Bank Lending Survey der Europäischen Zentralbank (EZB) sein. Aus Übersee werden erst am Abend mit den Pkw-Absatzzahlen in den USA Impulse erwartet. Die Zahlen könnten Auskunft über die Kauflaune der US-Verbraucher geben.

Für Anleger rücken heute AT&S, das Ergebnisse der ersten drei Quartale vorgelegt hat, Frequentis, die Erste Group und Raiffeisen Bank International (RBI) in den Fokus. AT&S (Austria Technologie & Systemtechnik AG) erhöhte in den ersten neun Monaten 2025/26 den Konzernumsatz um 10 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg von minus 1,4 auf plus 34 Mio. Euro an, beim EBITDA lag der Anstieg bei 28,1 Prozent auf 296,8 Mio. Euro. Die Anleger belohnten die Zahlen mit einem Zuwachs von 2,52 Prozent auf 42,65 Euro. Damit waren AT&S Topperformer im ATX Prime-Segment.

Das Analysehaus Barclays erwartet von der Erste Group ein starkes viertes Quartal und behält die Einstufung "Overweight" bei. Das Kursziel wird aber von 106,00 auf 118,00 Euro erhöht. Erste Group wurden mit plus 1,00 Prozent bei 111,40 Euro gehandelt.

Die Experten von Barclays haben auch heimischen Raiffeisen Bank International (RBI) analysiert. Dabei haben sie ihr Kursziel für die Aktien von 36,0 auf 39,0 Euro angehoben. Das Anlagevotum "Equal Weight" wurde von Analyst Krishnendra Dubey unverändert beibehalten. Deutsche Bank Research hat zudem ihr Kursziel für die Aktien der RBI von 32,0 auf 35,0 Euro erhöht. Das Anlagevotum "Hold" wurde bestätigt. RBI-Titel gewannen im Verlauf 1,57 Prozent auf 44,08 Euro.

Frequentis wiederum hat gestern Abend mehr Umsatz und Gewinn für 2025 gemeldet. Der Umsatz stieg von 480 Mio. Euro 2024 auf 580 Mio. Euro, der operative Gewinn (Ebit) von 32 auf 47 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Montagabend unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit. Mit den Zahlen zufrieden zeigten sich die Analysten der Erste Bank. "Damit hat Frequentis unsere Konsensprognosen teilweise übertroffen", schreiben sie in einem Kommentar. Frequentis legten am Dienstag bis dato 0,48 Prozent auf 83,00 Euro zu.

Größter Verlierer ist derzeit der Immobilenentwickler UBM, der 1,5 Prozent abgab. Dahinter verloren Lenzing und Mayr-Melnhof 1,2 bzw. 0,7 Prozent.

moe/ger

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