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Ölpreise legen leicht zu

Die Ölpreise haben am Freitag ein wenig zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete zuletzt 70,76 US-Dollar. Das waren 5 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 19 Cent auf 65,61 Dollar.

Wichtigster Faktor für die Entwicklung am Ölmarkt bleibt die Lage im Iran. US-Außenminister Marco Rubio hatte dem Land am Donnerstag mit einem militärischen Präventivschlag für den Fall gedroht, dass die Führung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plant. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat angesichts der Spannungen mit den Vereinigten Staaten erklärt, sein Land sei sowohl für Verhandlungen als auch für einen Krieg bereit.

Am Ölmarkt wird ein Übergreifen der geopolitischen Risiken auf die ölreiche Region am Persischen Golf befürchtet. Ein US-Angriff auf den Iran könnte zu Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus führen und damit die Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten gefährden. Tanker mit Öl und Flüssigerdgas passieren diese Meerenge, um ihre Waren in die ganze Welt zu liefern.

Die Ölpreise bleiben nach Einschätzung von Commerzbank-Experten Carsten Fritsch durch Angebotsausfälle unterstützt. "Die Wiederaufnahme der Ölproduktion im größten Ölfeld von Kasachstan erfolgt offenbar langsamer als vermutet." Zudem sei das Ausmaß der Produktionsunterbrechungen in den USA infolge des Wintersturms weiterhin unklar./jsl/he

AXC0246 2026-01-30/16:45

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