Österreichische Staatsanleihen im Späthandel uneinheitlich / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe legt um einen Basispunkt auf 3,04 Prozent zu
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Freitag im Späthandel uneinheitlich gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe legte um einen Basispunkt auf 3,04 Prozent zu. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 19 Basispunkten. Der Euro-Bund-Future verlor 0,09 Prozent auf 128,11 Euro.
Im Mittelpunkt standen Konjunkturdaten aus der Eurozone. Die Wirtschaft wuchs im Herbst stärker als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum habe im vierten Quartal um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zugelegt, wie die Statistikbehörde Eurostat laut einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Wachstum von 0,2 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal war die Wirtschaft ebenfalls um 0,3 Prozent gewachsen.
In Österreich setzte sich die moderate Konjunkturerholung im vierten Quartal 2025 fort. Gegenüber dem Vorquartal wuchs das BIP laut Wifo-Schnellschätzung um 0,2 Prozent, im Jahresabstand legte die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2025 ergebe dies auf Basis saison- und kalenderbereinigter Werte ein Wachstum von 0,6 Prozent, so das Institut.
Die deutsche Wirtschaft legte im Schlussquartal 2025 etwas stärker zu als zunächst angenommen. Das BIP-Plus lag laut neuesten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bei 0,3 Prozent. "Damit hat sich die deutsche Wirtschaft aus der Rezession gelöst. Aber die Krise ist noch nicht vorbei. Die jüngste Schwäche des Ifo-Geschäftsklimas signalisiert für das erste Quartal nur wenig Wachstum", sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,13 2,14 -0,01 6 5 Jahre 2,58 2,58 0 15 10 Jahre 3,04 3,03 +0,01 19 30 Jahre 3,83 3,81 +0,02 33
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