Österreichische Staatsanleihen im Späthandel überwiegend höher / Fed-Entscheid am Abend im Fokus
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Mittwoch im Späthandel überwiegend höher gezeigt. Die Renditen gingen mehrheitlich nach unten. Jene der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um zwei Basispunkte auf 3,04 Prozent gefallen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 18 Basispunkten.
Leicht im Plus notierten die Kurse der deutschen Staatsanleihen. Der Euro-Bund-Future verbesserte sich um 0,09 Prozent.
An den Finanzmärkten warten Anleger auf geldpolitische Beschlüsse der Fed, die am Abend auf dem Programm stehen. Allgemein wird keine Fortsetzung der jüngsten Zinssenkung erwartet und eine unveränderte Leitzinsspanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Dafür spreche die weiter vergleichsweise hohe Inflation, heißt es in einem Kommentar der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). "Auch der Arbeitsmarkt scheint sich zu stabilisieren."
Sollte die Fed den Leitzins stabil halten, würde sie sich damit dem Druck der US-Regierung widersetzen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt immer wieder Zinssenkungen gefordert und Notenbankpräsident Jerome Powell heftig beschimpft.
Nach Einschätzung der Helaba-Experten könnte Trump die geldpolitischen Beschlüsse der Fed dazu nutzen, einen neuen Notenbankchef bekannt zu geben, "von dem er sich eine lockerere Geldpolitik erhofft". Die reguläre Amtszeit von Powell endet im Mai. Es werden derzeit eine Reihe von möglichen Nachfolgern gehandelt.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,11 2,14 -0,03 3 5 Jahre 2,60 2,62 -0,02 15 10 Jahre 3,04 3,06 -0,02 18 30 Jahre 3,82 3,82 0 32
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