Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert 0,40 Prozent / Heimischer Leitindex kommt nach jüngstem Rekordkurs etwas zurück - Europaweit zurückhaltende Akteure im Vorfeld der Bekanntgabe der US-Leitzinsentscheidung
Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Mittagshandel mit schwächerer Tendenz präsentiert. Der ATX gab 0,40 Prozent auf 5.597 Einheiten ab, nachdem der heimische Leitindex am Vortag erneut ein Rekordhoch markiert hatte. Auch an den europäischen Leitbörsen agierten die Anleger vor der am Abend anstehende Bekanntgabe der US-Leitzinsentscheidung zurückhaltend.
Nach drei Senkungen des Leitzinsbandes in Folge auf zuletzt 3,50 Prozent bis 3,75 Prozent ist nun mit einem Stillhalten zu rechnen, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Tagesausblick. Dafür sprechen nach Einschätzung der Experten die noch oberhalb des Fed-Ziels liegende Inflation und die Konjunkturzahlen, die in der jüngsten Zeit mehrheitlich positiv überrascht haben.
Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine ruhige Meldungslage vor. Die Strabag-Aktien kamen um 2,2 Prozent zurück. Am Vortag waren die Titel des Baukonzerns in Reaktion auf eine erhöhte Gewinnprognose um fast zwölf Prozent hochgesprungen.
Bei den schwergewichteten Banken gab es keinen einheitlichen Richtungstrend zu sehen. Während BAWAG und Erste Group um 0,2 bzw. 0,6 Prozent verloren, konnten sich die Titel der Raiffeisen Bank International (RBI) um 0,7 Prozent steigern.
Abwärts ging es für die Titel der Energieversorger. EVN-Papiere schwächten sich um 1,6 Prozent ab. Die Verbund-Aktionäre mussten ein Minus von 1,2 Prozent verbuchen.
Unter den weiteren Schwergewichten verloren voestalpine 2,1 Prozent. Die OMV-Papiere gewannen hingegen ein Prozent. Im Technologiebereich gaben die AT&S-Anteilsscheine nach Zuwächsen im Frühhandel nun um ein Prozent zurück. Europaweit sorgten starke Zahlen und ein optimistischer Ausblick des niederländischen Halbleiterausrüsters ASML für eine gute Sektorstimmung.
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